Bundesliga: Eintracht Frankfurt – FC Bayern 1:3

16. April, 2008; 23:15

Keine Woche ist seit dem „Wunder von Getafe“ vergangen, zwischendurch wurde Borussia Dortmund mal nebenbei mit 5:0 aus der heimischen Allianz-Arena genudelt, in der Meisterschaft nach dem gestrigen Spieltag immer noch 7 Punkte vorne, es sind noch 6 Spiele zu gehen und dann muss man an einem Mittwoch Abend in Frankfurt antreten. Ich hatte ein komisches Gefühl. Der Otti wird bestimmt einige Spieler schonen, diejenigen, die am Samstag im DFB-Pokalfinale trotzdem ran dürfen werden sich schonen und in Frankfurt ist´s sowieso meistens knapp. Nach der ersten Halbzeit und einem 0:1 Rückstand sah ich mich bestätigt. Frankfurt hätte sogar mit 2 Toren vorn liegen können, aber wir waren im Hinspiel ja auch großzügig (38 Chancen – kein Tor). In der zweiten Hälfte dann endlich ein zweiter Stürmer (Poldi), Ribéry dafür im Mittelfeld. Bayern überlegen, Frankfurt mit der Riesenchance auf´s 2:0 – Rensing und Latte waren dagegen. Dann nützt van Buyten endlich mal seine Größe aus und köpft das 1:1 nach Schweini-Ecke. Das 2:1 geht zu 90% auf Schweini´s Konto – er scheint sich gefangen zu haben – da er toll nachgesetzt hat. Die italienische Tormaschine Luca Toni erledigt den Rest. Dann noch ein schöner Konter – Schlaudraff darf sich empfehlen, bedient „Il Bomber“, der macht sein 20. Bundesligator und sein 33. Pflichtspieltor im 40. Spiel – was eine Quote! Bayern jetzt wieder 10 Punkte vorn, noch 5 Spieltage, wenn alles optimal läuft darf Zufallsmeister VfB Stuttgart die Schale gleich am übernächsten Sonntag nach München mitnehmen und sie dem rechtmäßigen Besitzer zurückgeben. Samstag kann nach dem DFB-Ligapokal der zweite Titel eingesackt werden. Gegner Borussia Dortmund hat sich mit der 1:3 Heimniederlage gegen Hannover wohl nicht wirklich aus dem Tief gezogen. Aber Vorsicht – nicht unterschätzen – eine engagierte Leistung sollte aber zum Titelgewinn langen!


Die Bayern in der Einzelkritik

19. März, 2008; 22:02

Kahn: Hatte bis auf einen Ball nichts zu halten – die Ruhe selbst, schade dass er aufhört.

Jansen: Noch nicht so in Form wie zu Beginn der Saison, hatte einige Stockfehler in seinem Spiel, machte seine Seite aber zu. Leitete das 2:0 ein.

Lucio: Unauffällig, aber ohne Fehler. Musste in der 73. Minute leicht angeschlagen raus.

van Buyten: Löste Lucio ab. Kein Gegentor – fehlerlos – kopfballstark gegen die großgewachsenen Dzeko und Grafite.

Demichelis: Weltklasse! Der beste Mann auf dem Platz. Verlor keinen Zweikampf, dazu noch diese Spielübersicht. „Much“ – Der Marschall!

Lell: Gewohnt fleissig, ging weite Wege. Hatte bei seinem Fehler Glück, dass Wolfsburg nicht in Führung ging. An den Flanken muss er noch arbeiten. Bleibt aber eine der Überraschungen.

Zé Roberto: Wirkt nach seiner Grippe immer noch nicht frisch, hielt sich zurück.

van Bommel: Hielt mit Zé Roberto das Zentrum schadlos, ist da wo es brennt. Hilft der Mannschaft durch seine Präsenz. Ottl durfte ab der 82. Minute für ihn ran.

Ottl: Spielte 8 Minuten mit, fiel nicht auf.

Altintop: Steigerte sich in Halbzeit zwei, kämpferisch gut, kann aber mehr. Kann derzeit seinen rechten Fuss nicht wie gewohnt als Waffe einsetzen.

Ribéry: Von ihm erwartet man immer Zauberfussball. Heute nicht ganz so viel Spektakel, dafür markierte er das wichtige 1:0. Bindet mindestens 2 Gegenspieler und öffnet so Räume für seine Mitspieler.

Sosa: Kam in der 89. Minute für Ribéry.

Podolski: Drosch nach 10 Minuten einen Ball aus dem Stadion, ansonsten war von Poldi wenig zu sehen, bereitete das 2:0  mit vor. Setzte den Kopfball in der 80. min. kläglich neben das Tor.

Klose: Ist auf dem aufsteigenden Ast. War wesentlich mehr unterwegs, kämpfte, grätschte, war einfach im Spiel drin. Bereitete das 1:0 von Ribéry vor, staubte selbst zum 2:0 ab.