Stefan Rießenberger – Das Interview

6. September, 2010; 20:00

Das Portrait: Stefan „Rieße“ Rießenberger

Der Name Stefan Rießenberger ist bestimmt etlichen Spielern und Zuschauern noch ein Begriff. Der „beste Torwart im ganzen Oberland“ – so wurde „Rieße“ in den 90er Jahren immer wieder genannt. Seine Spezialität war es Elfmeter zu parieren. Dies beherrschte er besser als Freistösse halten. Oft genug versuchten seine Mitspieler bei einem Foulspiel in Strafraumnähe den Ort des Geschehens in den Strafraum zu verlegen, damit die Möglichkeit eines Gegentreffers geringer wurde. Neben seinen außergewöhnlichen fussballerischen Fähigkeiten war sein stets verrückt positives Wesen und seine Freude am Mannschaftssport ein großer Gewinn für den Verein. Anfang des neuen Jahrtausends machte ihm eine schwerwiegende Bandscheibenverletzung einen Strich durch die Rechnung und „Rieße“ musste seine Torwarthandschuhe an den Nagel hängen. Aber der „Rieße“ wäre nicht der, der er ist, wenn er nicht ein Comeback gestartet hätte. Zuerst in Peissenberg, als er sich als Trainer (vornehmlich in Aufstiegsspielen) selbst aufstellte und später wieder in Dießen. Als der MTV Probleme auf der Torwartposition hatte genügte ein Anruf und sofort half er seinem MTV aus. So ist er der „Rieße“. Auch wenn es darum ging eine Feier zu organisieren, sei es auf einer Hütte in Garmisch oder sonst wo. Sofort stand er mit Rat und Tat zur Seite, redete nicht lange um den heissen Brei herum, sondern organisierte einfach drauf los. Und was für Feste er für uns organisiert hat. Stets an seiner Seite seine Lebensgefährtin „Tina“ – Zeit das endlich geheiratet wird, schließlich wird der „Rieße“ bald 40! Auch jetzt ist „Rieße“ immer noch im Namen des MTV Dießen unterwegs. Seit einigen Jahren ist er Schiedsrichter der Gruppe Weilheim, pfeift bis zur Kreisliga als Referee und ist in der Bezirksliga als Assistent an der Linie im Einsatz. Er erhält aufgrund seiner klaren Linie durchweg Komplimente. Z.B. beim Spiel TSV Gernlinden – BVTA FFB, als seine Leistung in der Zeitung als „sehr gut“ gelobt wurde, oder beim Lokalderby zwischen dem TSV Weilheim und dem SV Polling „Laut beiden Mannschaften mit einer einwandfreien Leistung“ konnte man im Spielbericht lesen. Unser „Rieße“ ist schlichtweg ein Sympathieträger wie ihn jeder Verein gerne hätte, er vertritt den Verein nach außen hervorragend und wird in der Dießner Fussballgeschichte immer einen besonderen Platz einnehmen. Aber nicht, dass ihr denkt es handelt sich hier um eine Grabrede. Nein, der „Rieße“ ist putzmunter und heute unter den Zuschauern. Unter der Woche haben wir ein kleines Interview mit ihm geführt, welches ihr auf den nächsten Seiten nachlesen könnt.

Dir lieber „Rieße“ danken wir recht herzlich für Deinen Einsatz für unseren Verein und hoffen Dich öfters in Dießen begrüßen zu dürfen.

Und jetzt – exklusiv nur in der SZ des MTV Dießen: „Das Interview mit Torwartlegende Stefan Rießenberger“!

SZ: Lieber Rieße schön, dass Du neben Deinen vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten die Zeit gefunden hast unseren Zuschauern ein paar Fragen zu beantworten.
Rieße: Gerne, Du weißt doch für den MTV mach ich alles.

SZ: Fangen wir mit einer leichten Frage an. Was isst Du am liebsten?
Rieße: Ich esse Pizza Regina für mein Leben gerne.

SZ: Welche Musik hörst Du am Liebsten?
Rieße: Darf ich gar keinem sagen, am liebsten höre ich Bayern 1.

SZ: Welche Fernsehsendung schaust Du gerne an?
Rieße: Tatort gefällt mir sehr gut und schau ich regelmäßig, wenn ich Zeit hab.

SZ: Hast Du einen Lieblingsfilm?
Rieße: Ja, Stirb langsam mit Bruce Willis. Kann ich immer wieder anschauen. Und zwar alle Folgen.

SZ: Welches Erlebnis/Ereignis fällt Dir spontan zu Deiner Zeit beim MTV ein?
Rieße: Als mich ein Trainer ( Walter Timm) statt ins Tor zum Duschen geschickt hat. Er wurde bald danach entlassen …

SZ: Wie bist Du als Peissenberger zum MTV gekommen?
Rieße: Ein gewisser Raymund Hoyer hat mich damals geholt. Wildeste Versprechungen, angefangen von einer gratis Tennisdauerkarte, über kostenloses Tretbootfahren, Minigolf so oft ich will, bis hin zu einem vergünstigten Bauplatz hat er damals gemacht. 🙂

SZ: Wie lange warst Du beim MTV?
Rieße: Von November 1997 bis Juni 2002 und dann ab Juni 2007 wieder.

SZ: Warum bist Du wieder zum MTV zurück gekehrt?
Rieße: Weil es einfach schön war beim MTV

SZ: Bei welchen Vereinen außer dem MTV Dießen hast Du sonst noch gespielt?
Rieße: Peissenberg, Sendling, Oberhausen, Huglfing, Hohenpeissenberg und Wessobrunn. Einmal war ich noch in Raisting beim Probetraining, war mir zu anstrengend.

SZ: Wie war Dein erstes Treffen mit den Spielern des MTV?
Rieße: Es war auf der Weihnachtsfeier, glaube beim Oberbräu (Unterbräu, Anm. d. Red.). Damals dachte ich wie sind die alle denn drauf, kurze Zeit später war ich einer von Ihnen. Ich weiß noch wie ich mich vorgestellt habe. „Servus, i bin´s da Stefan Rießenberger. Aus Beissnbärg. I bin da neie Torwart. Von Beruf bin i Drogenfahnder bei da Bolizei“. Das mit dem Drogenfahnder ist mir spontan eingefallen, der ein oder andere (Kuhlix, Nico; Anm. d. Red.) sind bei meinem Beruf zusammengezuckt. Ich hab’s glaub ich erst ein halbes Jahr später aufgeklärt.

SZ: Hast Du noch Kontakt zu Deinen alten MTV-Kameraden?
Rieße: Ja sicher, wenn es zeitlich geht komm ich immer noch kurz vorbei.

SZ: Was waren die Höhepunkte Deiner Fussballlaufbahn?
Rieße: Der Aufstieg 1999 mit Diessen. Es war in Pähl, als wir Raisting im Elferschießen bezwungen haben und dann den Aufstieg feierten. Es war ein dramatisches Spiel, Rückstand in der Verlängerung und dann dieses Elfmeterschiessen. 1000 Zuschauer waren damals in Pähl. Eine super Stimmung. Die Zeitungsberichte lese ich heute noch wenn es mir schlecht geht. Der Bericht beginnt so: „Es war 21.26 Uhr, die Sonne verschwand am Horizont als Rießenberger den entscheidenden Elfmeter hielt und somit den Aufstieg für Diessen perfekt machte … dann gehts mir gut.

SZ: Was verbindet Dich mit dem MTV?
Rieße: Diessen hat mir die schönsten Jahre im Fußball geschenkt

SZ: Was findest Du am MTV im Vergleich zu anderen Vereinen besonders gut?
Rieße: Diessen ist einfach anders, positiv anders. Bei meinem Vereinswechsel zurück nach Peissenberg (dort war ich dann Vorstand und Trainer und Spieler) haben glaube ich alle Spieler hinten auf dem Pass unterschrieben.

SZ: Was fehlt Dir beim MTV?
Rieße: Ein Stammplatz

SZ: Was machst Du beruflich?
Rieße: Ich bin seit 15 Jahren bei der Gemeinde Peissenberg angestellt. Früher war ich Wassermeister, später für die Instandhaltung der gemeindlichen Sportanlagen, sowie des Eisstadions zuständig und jetzt bin ich Hausmeister.

SZ: Welche anderen Hobbies hast Du noch?
Rieße: Ich gehe gerne Skifahren und die Spielberichte vom Zappi lesen ich unheimlich gerne.

SZ: Du bist ja nicht nur als Schiedsrichter ehrenamtlich tätig. Ohne Dich selbst loben zu wollen, aber zähl doch einfach mal auf, wo Du Dich noch überall einbringst und engagierst?
Rieße: Im März 2008 wurde ich auf der Liste der Bürgervereinigung Peissenberg in den Marktrat der Gemeinde Peißenberg gewählt, dort bin ich in einigen Ausschüssen vertreten. Ich bin 2. Vorstand beim TSV Peißenberg Eishockey (www.eishackler.de) und Eismeister für den TSV. Ebenso Vereinsrat des Hauptvereins TSV Peißenberg. Des Weiteren bin ich in der Vorstandschaft des Rigi-Kick Peißenberg, es handelt sich dabei um den Fussball-Förderverein. Auch bin ich aktives Mitglied der Ammerwehr Peissenberg-Hochwasserschutz und Gründungsmitglied des Fördervereins Rigi-Rutsche Peißenberg. Ich bin aktiver Schiedsrichter und Assistent der SR-Gruppe Weilheim, GSA und Schiedsrichterbeobachter, außerdem zuständig für die Schiri-Fussballmannschaft und Organisationsleiter für alle Feste und Veranstaltungen der SR-Gruppe Weilheim (ca. 160 Schiris ). Zusätzlich noch Lehrstabsmitarbeiter für die Schiedsrichterausbildung. Und nicht zu vergessen … Mitglied beim MTV Diessen, worauf ich sehr stolz bin!

Vielen lieben Dank für das nette Interview, ich denke nach den heutigen Spielen wird noch genügend Zeit übrig sein, um in geselliger Runde in unserem Sportheim über die alten Zeiten zu reden.

Wir freuen uns schon jetzt drauf und bleib so wie Du bist Rieße! Danke!!!

Interview Rieße

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MTV Diessen, Abt. Fussball

17. April, 2008; 13:30

SV Lengenfeld – MTV Diessen

Ein ganz dicker Brocken wartet am kommenden Sonntag auf die Elf von Trainer Michael Schubert. Die MTVler treten auswärts beim Tabellenfünften SV Lengenfeld an. Die Gastgeber starteten mit dem Ziel „Platz 1-3“ in die neue Saison. Aber schon früh war irgendwie der Wurm im SVL-Spiel drin, dazu noch einge langzeitverletzte Leistungsträger und das ausgegebene Ziel war in weite Ferne gerückt. Der Abstand zum MTV und damit zweiten Tabellenplatz beträgt derzeit 11 Punkte. Im Hinspiel dominierten die MTVler lange Zeit, mussten dann aber 2 Tore zum 1:2 Rückstand einstecken, drehten das Spiel aber in den letzten 10 Minuten noch und siegten letztendlich verdient mit 3:2. Da sich die Konkurrenten Utting und Windach keine Blöße geben ist ein Sieg beim langjährigen Rivalen fast Pflicht. Folgende Spieler wollen nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Jahn Landsberg wieder dreifach punkten: Werkmeister, Schubert, Linke Chr., Wasl, Schmid, Linke K., Kaiser, Nebel, Weis, Bonomo, Seidel, Widmann, Sepperl, Zirbes, Heywood o. Rießenberger;

Treffpunkt: 13:30 Uhr
Spielbeginn: 15:00 Uhr

SC Pöcking II – MTV Diessen II

Nach der 1:4 Heimniederlage ist die Zweite des MTV wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Die Reise geht diesmal zum aktuellen Tabellendrittletzten SC Pöcking 2. Geschwächt durch zahlreiche Ausfälle in der ersten Mannschaft gerieten die Pöckinger in der Vorrunde in den Abstiegsstrudel. Die Personalsituation scheint sich entspannt zu haben, denn Pöcking 2 holte aus den ersten 3 Spielen 7 Punkte. Im Hinspiel behielten die Ammerseer mit 3:0 die Oberhand, wobei die Treffer zum 2 und 3:0 erst in den letzten Minuten fielen. Gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt ist ein Teilerfolg Pflicht, mit diesem Ziel reisen die MTVler am Sonntag nach Pöcking. Folgende Spieler sind im Kader: Heywood o. Rießenberger, Fastl, Lochbrunner, Beausencourt, Lipsmeier, Cibis, Kunschak M., Weber, Hummer, Haugg, Grosser, Przesang P., Ziller, Blinia, Steigenberger Th.;

Treffpunkt: 11:15 Uhr
Spielbeginn: 13:15 Uhr