La Bestia Negra

11. April, 2008; 20:11

Die „schwarze Bestie“ wie Spaniens Presse den FC Bayern einst getauft hat, hat wieder zugeschlagen und mit dem FC Getafe einen iberischen Vertreter aus dem Europapokal geworfen. Auch Olli Kahns Motto „Immer weiter – immer weiter“ war gestern wieder deutlich spürbar, als er in der 119. Minute quer übers Feld an den gegnerischen Strafraum stürmte und ao auch irgendwie am Ausgleich beteiligt war. Eine äußerst interessante Europapokalnacht mit einem glücklichen FC Bayern. Die wackeren Spanier hatten in diesem Spiel sehr viel Pech, bzw. die Münchener eben Glück. Auf ein Neues im Halbfinale gegen Zenit St.Petersburg, aber erstmal Sonntag gegen Dortmund in der Bundesliga alles im Lot halten, dann am darauf folgenden Samstag in Berlin ebenfalls gegen Dortmund den zweiten Pokal der Saison (Ligapokal wurde bereits gewonnen) einfahren.


Was ein Spiel!

11. April, 2008; 0:48

Erst einmal Respekt an den FC Getafe, eine bis dato eher unbekannte spanische Mannschaft, die aber sowohl in Spanien und jetzt auch in Europa als durchaus unangenehme und gute Mannschaft bekannt ist. Was die großen spanischen Vereine wie Barca, Real, Atletico oder Valencia schon mitmachen mussten, wäre am gestrigen Donnerstag beinahe auch dem FC Bayern widerfahren. Im Uefa-Cup Viertelfinale trotzen die Spanier dem FCB im Hinspiel ein 1:1 Unentschieden ab und waren kurz davor im Rückspiel zu gewinnen und die Bayern damit aus dem Europapokal zu werfen. In München kam Getafe in der 89. Minute zum 1:1 Ausgleich, diesmal schlug der FC Bayern in Form von Luca Toni in der 120. Minute, also der letzten Minute der Verlängerung zu. Aber der Reihe nach. Das Hinspielergebnis bedeutete für die Münchner, dass sie mit einem Sieg oder einem Unentschieden höher als 1:1 ins Halbfinale einziehen würden. Bereits nach 6 Minuten wurde ein Abwehrspieler der Hausherren mit der roten Karte des Feldes verwiesen. Eine vertretbare, aber irgendwie zu harte Entscheidung. Der anschließende Freistoss landete am Pfosten, der Nachschuss im Tor, wurde aber nicht gezählt. Tja und das war´s dann mit der Herrlichkeit der Bayern. Die 10 Mann aus Getafe warfen dem FCB alles entgegen und dem kommenden deutschen Meister fiel nicht wirklich viel ein. Folge – das 1:0 für Getafe durch Contra, der bereits in München traf. Bis zur 89. Minute war das Spiel der Bayern zwar überlegen (klar, gegen 10 Mann), die besseren Chancen hatte jedoch Getafe. Franck Ribéry nutzte eine unglückliche Kopfballabwehr der Spanier zum 1:1 Ausgleich. Verlängerung – seit fast 85 Minuten mit einem Mann mehr auf dem Platz, kurz vor dem Ende den Ausgleich erzielt, da muss doch Getafe einbrechen. Weit gefehlt – 4 Minuten später lagen die Spanier mit 3:1 in Front und Bayern war faktisch weg vom Fenster. 20 Minuten passierte nicht mehr viel, dann patzte der argentinische Torhüter im Kasten der Spanier, Luca Toni staubte zum 2:3 ab, in der 120. Minute köpfte erneut Luca Toni die Bayern ins Halbfinale. Dort wartet mit Zenit St. Petersburg eine russische Mannschaft, die stark, aber ähnlich wie Getafe noch nicht wirklich bekannt ist. Die 1:4 Niederlage von Bayer Leverkusen im Viertelfinale und die beiden Spiele gegen Getafe sollten den Bayern aber Lehre genug gewesen sein. Bayern spielt zuerst zu Hause und versucht dann in St. Petersburg den Einzug ins Finale nach Manchester perfekt zu machen. Am kommenden Sonntag findet in der Münchener Allianz-Arena die Generalprobe für´s DFB-Pokalfinale statt. Binnen 10 Tagen spielen die Bayern 2x gegen Borussia Dortmund, dann wartet St. Petersburg. Die werden übrigens ebenso wie der FC Chelsea von Roman Abramowitsch gesponsort …