Irgendwann muss es doch klappen!!!

15. Mai, 2013; 14:51

1999 – verkackt
2001 – bestohlen
2010 – verkackt
2012 – verkackt
2013 – ???

Mit jedem verlorenen Endspiel steigt die Wahrscheinlichkeit endlich mal zu gewinnen. Vielleicht endet die Geschichte vom „Finaldepp“ mit der „goldenen Saison„. 🙂

Weil…

MIA SAN MIA und MIA SAN DRO!!!

Werbeanzeigen

Meisterimpressionen

14. Mai, 2013; 22:53

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

Fotos: Klaus und Alexandra Steinherr


Uli Hoeneß – ich bleib an Deiner Seite

6. Mai, 2013; 21:16

Er hat einen Fehler gemacht, einen sehr großen sogar, aber wer Uli Hoeneß kennt, weiß dass er diesen Fehler mehr als wettmachen wird.

Was man bei der ganzen Sache aber nie nie niemals vergessen darf ist, was er in den letzten Jahrzehnten für die Gesellschaft geleistet hat, wie vielen Menschen er uneigennützig und unbürokratisch geholfen hat.

Uli Hoeneß ist ein guter Mensch, deshalb werde ich immer an seiner Seite stehen!

Auf geht’s Uli – Kämpfen und Siegen!!!

MIA SAN MIA und MIA SAN DRO!!!


MIA SAN MIA und MIA SAN DRO!!!

2. Mai, 2013; 18:35

Es ist geschafft!

Der FC Bayern hat die lt. Ruf „weltbeste Vereinsmannschaft“ im Halbfinale der Championsleague besiegt. Nein, nicht nur besiegt sondern sie mit zwei super Leistungen demontiert. So etwas hätten selbst die kühnsten Optimisten nicht erwartet. Xavi, Iniesta und Pique gaben in den Interviews ihre Wertschätzung zum Besten „Glauben Sie uns, wir wollten, aber wir konnten nicht. Die Bayern waren einfach zu stark!“. Wie wertvoll dieser historische Triumph über den FC Barcelona sein wird, stellt sich erst am späten Abend des 25. Mai nach Abpfiff im Londoner Wembleystadion heraus.

Im ersten innerdeutschen Duell stehen sich in diesem Finale der enttrohnte Meister der Jahre 2011 und 2012 und der bereits neu feststehende Meister des Jahres 2013 gegenüber.

Ein Hochgenuss für den neutralen deutschen Fussballfan, aber ein Graus für einige BVB´ler und viele FCB´ler. Teilweise deckt sich die Gefühlslage in der Bauchgegend sogar. Einige schwarzgelbe Anhänger haben Angst vom bajuwarischen Rekordmeister zerpflückt zu werden. Das rotweiße Fanlager befürchtet, dass die Ruhrpottler die Supersaison der Bayern mit einem einzigen Spiel zerstören könnten.

Es gibt viele Gründe die aus dem Bauch heraus für das eine oder eben genau deswegen für das andere herhalten können.

Wagen wir mal einen Blick zurück in die Geschichte und schauen was für einen schwarz-gelben Triumph spricht:

• Kommt der BVB ins Championsleague-Finale, gewinnt er auch (1997)
• Trifft der BVB in der CL auf den FCB, so siegt der BVB (1998)
• Ist der BVB im Finale der Außenseiter, so gewinnt er trotzdem (1997 gegen Juve)
• Holte der BVB vorher 2 Meisterschaften in Folge, wird dann vom FC Bayern als Meister enttrohnt, steht dazu der VfB Stuttgart gegen eine Mannschaft mit rot-weißen Vereinsfarben im DFB-Pokalfinale und siegt ferner eine Mannschaft in blauen Trikots den Uefa-Cup / die Europa-League (1997 Schalke, 2013 maybe Chelsea), steigt dazu neben der Berliner Hertha auch der 1. FC Kaiserslautern und ein Team aus Niedersachsen (1997 Wolfsburg, jetzt Braunschweig) in die Bundesliga auf, geht Düsseldorf den bitteren Weg in Liga zwei, holt dazu ein Stürmer aus Leverkusen die Torjägerkrone (Ulf Kirsten), qualifizieren sich neben Meister Bayern noch Dortmund und Leverkusen für die nächste CL-Saison und holt eine „grün-weiße“ Damenmannschaft das Double (1997: Grün-weiß Braunweiler, 2013: VfL Wolfsburg), so gewinnt der BVB das CL-Finale mit 3:1
• Hat der BVB im Finale Heimrecht heißt der Sieger BVB (1997)
• Vier mal war der FCB die Auswärtsmannschaft, dreimal ging’s in die Hose
• Taucht der Name „München“ im Zusammenhang mit dem CL-Finale und Dortmunder Beteiligung auf, so gewinnt der BVB
• Wurde der FC Bayern frühzeitig mit großem Vorsprung Meister und stand gleichzeitig im DFB- und CL-Finale so verliert Bayern beide Finals (1999)
• Vor dem letzten Triumph der Bayern (2001) wurden 3 Finals in Folge verloren (1982, 1987, 1999). Seit dem letzten Sieg im Jahr 2001 wurden erst 2 Finals verloren …
• Das letzte Finale auf neutralem Boden hat der BVB gewonnen (2012)

Gibt es auch geschichtliche Verdachtsmomente, dass der FC Bayern siegreich aus dem CL-Finale hervorgeht? Da der FC Bayern nun bereits zum zehnten Mal in einem Landesmeistercup- oder Championsleague-Finale steht, ist die Ableitung von Regelmäßigkeiten unweit schwieriger als bei Borussia Dortmund, aber ein Versuch sollte schon gestartet werden:

• Bayern hat noch nie ein CL-Finale gegen eine deutsche Mannschaft verloren
• Bayern hat noch nie ein CL-Finale gegen Borussia Dortmund verloren
• Borussia Dortmund hat noch nie ein CL-Finale gegen eine deutsche Mannschaft gewonnen
• Borussia Dortmund hat noch nie ein CL-Finale gegen den FC Bayern gewonnen
• Bayern hat sein bisher einziges CL-Finale auf der Insel gewonnen (1976)
• Borussia Dortmund hat noch nie ein CL-Finale auf „nicht-deutschem“ Boden gewonnen, der FC Bayern dagegen schon
• Borussia Dortmund hat in diesem Jahrtausend noch kein CL-Finale gewonnen, der FC Bayern dagegen schon
• Das vorletzte Finale auf neutralem Boden hat der FC Bayern gegen den BVB gewonnen (2008)
• In der viel zitierten Vergleichssaison stiegen neben Düsseldorf der SC Freiburg und der FC St. Pauli ab, in den Uefa-Cup zogen damals Bochum, Karlsruhe, Schalke und 1860 ein. Alles falsch. Die Führung in der Bundesliga wechselte während der Saison mehrfach, insgesamt gab es 5 verschiedene Tabellenführer, jetzt zog der FC Bayern das in beeindruckender Weise vom ersten bis zum letzten Spieltag durch. Aus der zweiten Liga stiegen Waldhof Mannheim, VfB Lübeck, Rot-Weiss Essen und der VfB Oldenburg ab.

Naja, bei den Herleitungen aus der Geschichte sind die „Vorzeichen“ für einen Bayernsieg dünner gesät als für einen schwarz-gelben Siegeszug, aber schauen wir doch mal in die jüngere Vergangenheit:

• Bayern hat von den letzten 3 Spielen gegen Dortmund 2 gewonnen, davon ein „Finale“ und ein „K.O.-Spiel“ und dazu in der Bundesliga einmal remis gespielt. Alle drei spielen fanden aber auf bajuwarischem Geläuf statt
• Bayern hat die weltbeste Mannschaft mit 7:0 aus dem Wettbewerb geworfen
• Bayern steht binnen 4 Jahren zum dritten Mal einem Endspiel, verlor davon die ersten beiden und da „Aller guten Dinge“ drei sind, hat es der FC Bayern einfach verdient sich die europäische Krone aufzusetzen.

Kommen wir zu den knallharten Fakten:
Die Form spricht derzeit für den FC Bayern, der die Saison dominiert und von Rekord zu Rekord eilt. Der Kader ist wesentlich breiter aufgestellt als im letzten Jahr und die Körpersprache ist eine ganz andere. Souverän, selbstbewusst, überzeugend, aber gleichzeitig hellwach und hochkonzentriert. Die bösen Geister der letzten Saison sind scheinbar aus den Köpfen raus. Rufen die Bayern am 25. Mai ihre derzeitige Form ab, so kann der Sieger nur FC Bayern heißen. National gibt es in diesem Jahr keine Mannschaft die den FC Bayern aus eigener Kraft schlagen kann, wenn dann erledigen die Bayern das selber (siehe Leverkusen, da fabrizierten sie anderthalb Eigentore). Aber ist das Endspiel nun eine nationale oder internationale Angelegenheit?

Die Borussen erlaubten sich in der Bundesliga den einen oder anderen Ausrutscher und im Pokalspiel hatten sie nur wenige Argumente gegen Bayern. Andererseits waren die Auftritte der Schwarzgelben in Europa fast immer gut bis sehr gut. Die Gruppenphase wurde konzentriert angegangen und gegen starke Gegner hervorragend gemeistert, Donezk wurde souverän ausgeschalten, gegen Malaga half trotz allem Anrennen und Bemühen letztendlich eine Portion Glück zum Weiterkommen. Zuhause wurden Real Madrid eindrucksvoll die Grenzen aufgezeigt, in der spanischen Hauptstadt wurde die fehlende eigene Konsequenz vor dem Tor beinahe zum Last-Minute-Killer, letztendlich hat es aber noch gelangt und unterm Strich war das auch verdient.

Personell können die Borussen wohl aus dem Vollem schöpfen, Mario Götze scheint bis zum Finale wieder voll einsatzfähig zu sein. So zumindest die letzten Meldungen aus Dortmund. Gesperrt ist keiner, verletzt auch nicht.

Beim FC Bayern überstanden alle gelb vorbelasteten Spieler das Rückspiel in Camp Nou unbeschadet, so kann Jupp Heynckes bis auf die verletzten Holger Badstuber und Toni Kroos ebenso aus einem reichhaltigen Sortiment auswählen.

Bleibt die psychologische Seite.
Fussballspielen können sie beide. Aber was macht der Kopf?
Lahm, Schweinsteiger, Müller – die bayrischen Gesichter des FC Bayern. Schon wieder können Sie in die FCB-Geschichte eingehen. Wie 2010 und 2012. 2010 wenigstens das nationale Double, 2012 das Horrortriple mit drei zweiten Plätzen. Immer noch kein internationaler Titel. Müller ist noch jung, aber Lahm und Schweinsteiger. Was bleibt gerade von den beiden am Ende ihrer Karriere stehen? Eine „goldene Saison“? Ein Ende ohne internationalen Titel? Die Nachfolger von Michael Ballack, der in seiner Karriere zwar einiges, aber doch irgendwie nichts Gescheites gewonnen hat? Oder werden sie Helden wie die 2001er-Truppe, die die „Mutter aller Niederlagen“ in unbändigen Willen umwandelte und letztendlich auf dem Thron Europas landete? Setzen Sie noch eins drauf? Kommen Sie nach zwei verlorenen, davon einem verlorenen Wohnzimmerendspiel zurück und gewinnen das Ding endlich? Zu gönnen wär´s ihnen allemal.

Es macht schon irgendwie den Eindruck. Der Wille es allen zu zeigen, dazu die neuen unverbrauchten und unbelasteten Gesichter um Martinez, Dante und Mandzukic. Sind die Bayern so fokussiert auf den Titel, dass sie sich von nichts und niemanden daran hindern lassen, den „Dreckspott“ endlich zu gewinnen, oder geistern die Bilder der letzten Saison doch wieder durch die Köpfe? Wer schießt den Elfmeter wenn´s einen gibt? Wie weit ist die „schwarzgelbe Gefahr“ in den Köpfen drin. Diese „Gefahr“ kann mit nur einem Spiel die Rekordsaison der Bayern in den Schatten stellen und ihnen trotz Rekordmeisterschaft und Götztransfer am Ende doch noch die lange Nase zeigen. Schenkt man den Aussagen der Bayernstars Glauben und blickt man tief in ihre Augen so sieht man keine Angst oder gar Zweifel. Dort sieht man den unbändigen Willen diese Saison zu vergolden, den absoluten Drang die verlorenen Endspiele wett zu machen, aber nicht ohne Hirn und nur mit Wut im Bauch, sondern mit klarem Kopf und mutigem Herzen. Mit einer selbstverständlichen Souveränität und den Glauben an die eigene Stärke, aber eben mit der nötigen Prise Demut.

Auf geht’s Jungs, macht uns und euch stolz, holt euch den verdienten Lohn, weil

„MIA SAN MIA“ und „MIA SAN DRO“!!!

Auf geht’s ihr Roten – kämpfen und siegen!!!
Nur der FCB – CL-Sieger 2013!!!

So soll es sein – Bitte!!!


Triple, Goldene Saison oder eine Rekordsaison ohne Wert?

12. April, 2013; 0:23

Um die Überschrift verstehen zu können muss ich wohl etwas weiter ausholen, um den Bogen dann zur morgen stattfindenden CL-Halbfinalauslosung zu spannen.

2010. Bayern war müde und wohl auch ein bißchen satt. Klar, zwischen einzelnen Ausrutschern holten sie von 1997 bis 2010 neun (!) Meistertitel. Ein richtig ernsthafter und dauerhafter Gegner war nicht zu erkennen.

1997 konnte Bayern nach 2 BVB-Meisterschaften den Titel wieder nach München holen

1998 wurde der unterschätzte Aufsteiger aus Kaiserslautern Meister

1999-2001 schlug das Imperium eindrucksvoll zurück

2002 das letzte Zucken der bankrotten Ruhrpott-Borussia

2003 schlägt Bayern zurück

2004 „musse Ailton Feue mache“

2005, 2006 holt Felix Magath das Double

2007 riecht Schalke an der Schale, aber der VfB macht’s letztendlich

2008 verabschiedet sich der Titan mit der Schale in den Ruhestand

2009 verwirklicht sich der VW-Konzern einen Traum

2010 sind die Bayern „die Besten von Deutschland und vielleicht …“. Nö, Mou und Inter sind im Finale einfach besser. Kein Triple.

Bis hier her hatten die Bayern zwar immer Verfolger und einer dieser Selbigen wurde auch mal Meister (außer Schalke 😉 ), aber einen ernsthaften und nachhaltigen nationalen Gegner hatten die Bayern die letzten fast 15 Jahre nicht.

2011 der nächste Überraschungsmeister. Nach dem letzten Zucken aus 2002 holt die gelbe Borussia überraschend, aber verdient den Titel.

2012 rechnet alles mit der Rache des Imperiums, aber siehe da, der BVB holt die bis dato punktbeste Meisterschaft und deklassiert Bayern im DFB-Pokalfinale.

Alles nicht so schlimm, denn das Hauptziel war eh das „Finale dahoam“. Der Traum wird Wirklichkeit, aber an diesem besagten Tag ist irgendeine andere Macht am Werk und Bayern kann mind. drei Matchbälle nicht nutzen und steht am Ende der Saison wie weiland Bayer Leverkusen mit drei zweiten Plätzen da.

Puh.

Also alles nochmal durchdenken. Zwei Sachen passen auf einmal nicht mehr. Der „Ausrutschermeister“ wird zum harten Konkurrenten und das große Ziel wird medial zum „Drama dahoam“. Grund genug sich zu hinterfragen, denn national wurden wir in den letzten 15 Jahren nur vereinzelt und wenn von unterschiedlichen Mannschaften temporär gefordert.

Analyse. Verstärkungen. Demut. Volle Konzentration.

Sammer mahnt und treibt an.
Heynckes zieht spieltaktisch die richtigen Schlüsse.
Die Einkäufe sitzen volle Kanne!

Es passt, es läuft.

Diese Saison wird bundesligatechnisch als die beste aller Zeiten in die Geschichtsbücher eingehen. Startrekord Vorrunde, Startrekord Rückrunde, beste Punkteausbeute, meiste Siege, beste Auswärtsbilanz, möglicherweise die wenigsten Gegentore gesamt, usw. usf.

Im DFB-Pokal mit einem Heimspiel im Halbfinale (Vorsicht, war 2011 auch so – Sieger Schalke) gegen Wolfsburg, die potenziellen Endspielgegner aus Baden-Württemberg. Machbar, aber auch diese (hoffentlich) zwei Partien müssen erst gespielt und noch mehr gewonnen werden.

Bleibt die Königsklasse.
Wow, was müssen Bayernfans leidensfähig sein. Steigt der Lieblingsclub ab, so gibt es eine berechtigte Chance in der kommenden Saison mehr Siege als in der abgelaufenen zu feiern, ggf. kann man am Ende sogar den Aufstieg feiern. Aber Bayernfan zu sein heißt auf höchstem Niveau leidensfähig zu sein. Warum? Ja wie groß muss die Liebe zu einem Verein sein, wenn man von den letzten sechs Landesmeister-/Championsleaguefinals fünf (!) – in Worten „fünf“ – zumeist unglücklich verliert (vgl. Artikel). 1982 und 1987 die bessere Mannschaft, 1999 der Sekundentod in der Nachspielzeit, 2001 der ersehnte Sieg, 2010 an einer besseren Mannschaft gescheitert, 2012 an sich selbst. Wow, dass ist echte Liebe!

Zurück zur aktuellen Situation.

Barca, Real, Dortmund und Bayern.
Da stehen die aktuell stärksten Vereine in Europa im Halbfinale der Championsleague.

Morgen Auslosung.

Die Gegner:
Real. Wohl der aktuell stärkste Gegner. Real kommt mit Tempo und Wucht. Gefährlich. Eine top besetzte Offensive. Einziger Schwachpunkt ist wohl der Glaube in die eigene Stärke und eine damit latent einhergehende Überheblichkeit.

Barca.
Eigentlich die beste Vereinsmannschaft der Welt. Was sie im Stande zu leisten sind haben sie im Rückspiel gegen Milan gezeigt, aber irgendwie ist ein bißchen Sand im Barca-Getriebe und die Abhängigkeit von Messi ist eindeutig. Barca macht mir nicht den besten Eindruck, aber vielleicht liegt genau darin die Stärke der Katalanen.

Dortmund.
Der Wunschgegner von Uli Hoeneß. Mag arrogant klingen, aber mal ehrlich Real und Barca sind schon noch andere Kaliber als der BVB. Wohl wirklich der „einfachste“ der verbliebenen Gegner, aber vielleicht auch der „blödste“ für Bayern. Warum?

Das hat mehrere Gründe.

Zwar ist Bayern in diesem Jahr in drei Vergleichen zweimal als Sieger vom Platz gegangen (dazu ein Remis) und wesentlich stabiler als in den vergangenen beiden Jahren, aber Dortmund könnte mit zwei (oder vielleicht auch nur einem) Klassespiel die Saison der Bayern – egal ob Bayern das Double holt und/oder eine Mega-Buli-Saison spielt – kaputt machen. Entweder weil sie die Bayern in zwei Spielen (wohl schwieriger) im Halbfinale rauswerfen, oder sie in nur einem Spiel (Finale!) schlagen (mei, ein Spiel – kann immer mal dumm ausgehen; 1982-1987-1999-2012) und selbst den Titel holen (vgl. Artikel). Zugegeben beides eine grausame Vorstellung.

Andererseits…

Spielt Bayern in diesem Jahr deutlich stärker als in den Saisonen 2010 bis 2012 und Dortmund macht aktuell nicht den souveränsten und stabilsten Eindruck. Dieser kann aber bekanntlich auch täuschen. Denn eines ist klar, Dortmund hat nur noch in diesem Wettbewerb die Chance die grandiose Saison der Bayern zu „versauen“.

Wie auch immer. Die Ziehung kann eh nur die Uefa beeinflussen, also müssen wir nehmen was kommt.

Am schwierigsten für Bayern sehe ich Real, am einfachsten aber deshalb auch gleichzeitig „gefährlichsten“ den schwarz-gelben BVB, der Mittelweg wäre demnach Barca, allerdings lt. Ruf die beste Vereinsmannschaft der Welt. Wen wir bekommen kann ich nicht sagen, bei welchem Gegner aber mein Puls in den jeweiligen Spielen am höchsten ist weiß ich jetzt schon. Mit Schrecken denke ich an das DFB-Pokalspiel zurück. 🙂 Aber es ist ja gut ausgegangen. 🙂

Zu Guter Letzt noch eine interessante Randnotiz: „Um die CL gewinnen zu können, musste man in den letzten 5 Jahren entweder Barca im Halbfinale besiegen, oder eben Barca sein!“

2008 – ManU (Barca im Halbfinale besiegt)
2009 – Barca
2010 – Inter (Barca im Halbfinale besiegt)
2011 – Barca
2012 – Chelsea (Barca im Halbfinale besiegt)

Also – her mit Barca! 😉

Gut, dann wäre der Traum vom Triple und auch noch die „Goldene Saison“ drin.

Was meint der Zappi eigentlich mit „Goldener Saison“? Das „Triple“?

Nö… nicht nur.

Ganz einfach. Je mehr uns jemand ärgert, desto größer soll unsere „Rache“ (harter Begriff, eher in dem Sinn zu verstehen, auf die Erfolge der „anderen“ nicht nur einen, sondern gleich mehrerere drauf zu setzen) sein. In diesem konkreten Fall den BVB in der Bundesliga extrem zu distanzieren, parallel dazu deren vorherige Saisonrekorde zu pulverisieren, sie zudem eigenhändig aus dem Pokal zu werfen und ihnen selbiges auf europäischer Ebene zuzufügen und letztendlich beides mit einem Sieg im jeweiligen Wettbewerb zu vergolden.

Also doch erst Barca, um Dortmund in einem Finale zu schlagen.

Ja, so lautet mein Plan und meine Definition einer „Goldenen Saison“ – das Triple holen und den „Ärgerer“ in jedem Wettbewerb eigenhändig rauswerfen, bzw. „bächtig möse“ zu distanzieren.

Aber vor die „Goldene Saison“ oder ein eventuelles „Triple“ hat der liebe Gott erst die Auslosung morgen gesetzt und bevor der erste Ball im CL-Semifinale rollt findet die nationale Pokalvorschlussrunde statt, vielleicht sind da dann schon alle Pläne, Definitionen und Wünsche nichts mehr wert, falls hoffentlich doch noch findet erst nach dem CL-Finale in London die letzte große Show der Saison 2012/2013 im Berliner Olympiastadion statt. Aber spätestens dann sind wir alle schlauer.

Welche Überschrift trägt dann diese Bayernsaison…

RekordRekordmeister?
Doublesieger?
Triplesieger?

Oder gar doch die „Goldene Saison“?

Der liebe (Fussball-)Gott lässt dich immer mal wieder leiden, aber diese Leiden werden auch immer mal wieder belohnt (1999 über 2000 bis 2001).

Es wird Zeit mal wieder Deine Roten aus München zu belohnen. Danke!

Auf geht’s ihr Roten – kämpfen und siegen!!!
Nur der FCB!!!


Wie oft wiederholt sich Geschichte?

7. April, 2013; 2:04

Ich philosophierte heute gemeinsam mit meinem langjährigen Bayernweggefährten Stefan Oe. aus D. (Name geändert, d. Red. aber bekannt) anhand der folgenden Geschichte, ob und wie oft sich Geschichte wiederholt…

Wir schreiben das Jahr 1995, der FC Bayern wird vom BVB aus Dortmund als Meister enttrohnt und die Borussia holt ein Jahr später gleich die zweite Meisterschaft in Serie. 1997 gelingt es den Roten aus München unter Altmeistertrainer Giovanni Trapattoni die Schale nach München zurück zu holen. So weit so gut. Den DFB-Pokal holte damals übrigens der VfB Stuttgart, die europäische Krone der Landesmeister setzte sich der abgelöste nationale deutsche Meister aus dem schwarz-gelben Ruhrpott im Finale gegen Juventus Turin auf. Aus Liga zwei stieg damals übrigens u.a. der FC Kaiserslautern auf.

Wir schreiben das Jahr 2011, der FC Bayern wird vom BVB aus Dortmund als Meister enttrohnt und die Borussia holt ein Jahr später gleich die zweite Meisterschaft in Serie. 2013 gelingt es den Roten aus München unter Altmeistertrainer Jupp Heynckes die Schale nach München zurück zu holen. So weit so gut.

Der VfB Stuttgart spielt im Halbfinale zu Hause gegen den SC Freiburg um den Einzug ins DFB-Pokalfinale. Die schwarz-gelben Ruhrpottler stehen aktuell im Viertelfinale der Championsleague und das mit durchaus guten Halbfinalchancen. In Liga zwei hat sich der FC Kaiserslautern durch einen 3:0 Sieg gegen den 1. FC Köln wieder auf einen Aufstiegsplatz geschossen.

Wenn sich Geschichte wiederholt, dann wird der VfB Stuttgart Pokalsieger, Dortmund siegt im CL-Finale gegen Juve und 2014 wird Aufsteiger Kaiserslautern Deutscher Meister.

Allerdings hat diese eventuelle Wiederholung mindestens 2 Schwächen.

a.) kann der FC Bayern schon am Mittwoch den potenziellen Endspielgegner der Borussia ausschalten, da aber auch Cottbus nicht mehr im DFB-Pokal vertreten ist, kann man wiederum argumentieren, dass die Endspielgegner bei der Geschichtswiederholung eine eher zu vernachlässigende Bedeutung haben und eigentlich nur die Sieger zählen.

b.) fehlt in dieser Betrachtung der zweite europäische Wettbewerb, damals Uefa-Cup – jetzt Europaleague. 1997 feierte auch der blau-weiße Ruhrpott, denn Huub’s Eurofighter schlugen erst Roda, Trapzon, Brügge sowieso, Valencia, Teneriffa, Inter Mailand das war ne Show.

Und so gleicht sich Geschichte vielleicht aus. 2007 verpatzten die schwarz-gelben den blau-weißen am 33. Spieltag den möglichen Meistertitel. Durch das „Nicht-gewinnen“ des Uefa-/Europaleague-Cups der Knappen kippt das „Geschichtswiederholungssystem“ und der glorreiche FC Bayern hat immer noch alle Chancen auf das ersehnte Triple und kann damit seinerseits ein neues in Deutschland noch nicht geschriebenes Kapitel verfassen!

So weit, so gut. 😉

Auf geht’s ihr Roten, immer weiter, immer weiter siegen!
Nur der FCB!!!

-23-


Pessimismustheorien

24. Oktober, 2012; 23:58

Dortmund verliert wie prophezeit im Derby, Bayern vernichtet die gefährlichen Düsseldorfer. Der Vorsprung auf Dortmund beträgt 12 Punkte. Soweit zu den Fakten.

Noch ein Fakt: Im letzten Jahr verspielten meine Bayern 8 Punkte Vorsprung auf Dortmund und hatten am Ende 8 Punkte Rückstand.

Also reichen die aktuellen 12 Punkte Vorsprung lange noch nicht. Lösung a.) einfach noch 5 Punkte mehr Vorsprung herausarbeiten, oder Lösung b.) einfach nicht beide Spiele gegen Dortmund verlieren. 😉

Diese Woche war mal wieder CL-Woche. Bayern in einem naja, nicht ganz so tollen Spiel (how cares?) siegreich, Schalke stark „auf“ Arsenal und Real baut seine „Deutschland-Grusel-Statistik“ aus und verliert beim BVB mit 1:2.

Was kommt nun?

Bayern am Sonntag Spätnachmittag gegen die am Donnerstag in Wien spielenden Pillenstädtler aus Leverkusen. Dortmund muss am Samstag nach Freiburg. Nach dem Realhochgefühl in den Schwarzwald. Hmmm…

Cut!

Jetzt könnte ich die optimal-optimistische Version abspulen, dass Dortmund den Schalter nicht umlegen kann und weiter an Boden verliert, weil Bayern wie fast immer Bayer deutlich aufzeigt, dass ein „n“ mehr einen großen Unterschied ausmacht, aber dann stimmt der Titel des Beitrags nicht mehr. 😉 Also schreibe ich über den „Wendepunkt der Saison“, also aus BVB-Sicht.

Nach dem historischen Sieg gegen Real und die durch die ManC-Niederlage 95%-Wahrscheinlichkeit eines Vorrückens in die K.O.-Runde überrascht Dortmund von der Derbyschlappe gut erholt mit einem klaren Sieg bei den als laufstark und unangenehm eingestuften Breisgauern, wohingegen der Klassenprimus FC Bayern seine „Lille“-Form konserviert und überraschend gegen Callis Erben die erste Niederlage nach 11 Bulisiegen in Folge einstecken muss.

In der Folge muss Bayern zum HSV, bekanntlich nicht angenehm, die Krise geht weiter. Dortmund, siegreich gegen Stuttgart, gefolgt von Triumphen über Augsburg und Fürth kommt mit vier Dreiern in Folge in Fahrt und aufgrund eines mageren, aber torreichen Remis‘ der Heynckes-Jünger gegen die erfrischenden Frankfurter, garniert von einer „Derbypleite“ (1:1) in Nürnberg wieder in Schlagdistanz des Rekordmeisters.

Dortmund anschließend bei den Spezln aus Mainz zu Gast, Slomka zeigt mit Hannover warum er Jupp beerben könnte und schon ist der Wechsel an der Tabellenspitze vollzogen und Uli muss ganz genau überlegen, ob er 20 Jahre später den „gleichen Fehler“ zum zweiten mal begeht.

Eine englische Woche beschert dem FCB eine Schwarzwaldrundfahrt, Dortmund zerstört Düsseldorf mit 5:1 und hat nun das bessere Torverhältnis.

01.12.2012 18:30 Uhr: FC Bayern – Borussia Dortmund
Und wir sind wieder da, wo die Roten nie wieder sein wollten … zitter, zitter, zitter.

Habe ich erwähnt, dass Kaiserslautern uns zwar ärgerte, aber wir trotzdem mit dem zweieinhalbten Anzug eine Runde weiter kamen, aber nur um in der nächsten Runde in Gladbach nach 11m-Schießen nach Fehlschuss Dante auszuscheiden?

In der Championsleague hat Lille tatsächlich am Ende 0 Punkte, die anderen 3 jeweils 12 Punkte, Bayern in der Minitabelle mit der schlechtesten Tordifferenz ab 2013 auf der Jagd nach dem EuroLeague-Titel. Düstere Donnerstagabendmoldaufahrten warten.

So genug den dunklen Stift geschwungen, jetzt allen geruhsame Träume. 😉

P.S.: http://de.wikipedia.org/wiki/Pessimismus

P.P.S.: Montag gibt’s den Artikel warum es nicht so kommt, oder es ist am Sonntag Abend bereits selbsterklärend. 😉