Gar nicht mal so schlecht …

2. Mai, 2008; 19:18

Jeder Nicht-Bayernfan versucht mir gerade reinzuwürgen, dass die Saison für den FCB absolut beschissen gelaufen ist. Wow! Und sowas dann auch noch meistens von Anhängern gewisser Mannschaften, die entweder den Titel vor Einführung der Bundesliga gewonnen haben, oder gar nicht wissen wie es sich anfühlt überhaupt mal irgend einen Titel gewonnen zu haben. Sehr interessant. Macht aber nix, jeder freut sich eben auf seine eigene Art und Weise.

Schau ma mal, was in dieser Saison so alles passiert ist:

Titel Nr. 1 – der Ligapokal
Der Saisonaufgalopp mit den 5 besten Mannschaften + Pokalsieger war für den FC Bayern ein wunderbarer Wettbewerb um sich für die Bundesliga warm zu schiessen. Erst Bremen 4:1, dann Stuttgart 2:0 und schließlich Schalke 1:0 weggezaubert.

Titel Nr. 1 – der DFB-Pokal
Das Los brachte dem FCB die Fahrt nach Burghausen ein. Vielleicht kann man sogar von einem mini-Derby sprechen. Wie immer bei solchen Spielen fighten die Amateure bis zum letzten Blutstropfen, die Profis tun sich schwer. In diesem Fall gings bis ins 11m-Schiessen, als Bayern eigentlich schon weg war half der Titan, entschärfte 2 Elfer und Bayern kam doch noch weiter. Über Gladbach uns Wuppertal (erster Sieg in der VeltinsArena auf Schalke – war sauwichtig für die Liga!) verschaffte uns das Los im Viertelfinale ein Derby gegen 1860. Für beide Seiten liefs optimal, die Löwen verdienten sich Respekt, die Bayern kamen weiter. Über Ex-Trainer Felix Magath (VfL Wolfsburg – 2:0) zogen die Bayern zum 16ten mal ins DFB-Pokalfinale ein. Gegner Borussia Dortmund. Für die ligagebeutelten BVB´ler liefs ähnlich gut wie für die Löwen. Ende vom Lied Dortmund wurde nicht abgeschlachtet, spielt im UefaCup und Bayern holt zum 14ten mal den DFB-Pokal.

Titel Nr. 3 – die Meisterschaft
Ja, ich weiß, noch ist es nicht 1000% sicher, aber ich traue meiner Mannschaft zu bei 12 Punkten und etlichen Toren Vorsprung bei nur noch 4 Spielen die Schale irgendwie zurück an die Isar zu holen. Aber, war für eine Saison! Vom ersten Spieltag an Tabellenführer. Das ist nicht einfach, zumal man am zweiten Spieltag in Bremen antreten musste (4:0 – wie war das geil!). Der Spitzenreiter der Bundesliga hieß immer FC Bayern. Eine super Saison. Zum Ende der Vorrunde schwächelten wir ein bißchen, bogen punktgleich mit Bremen in die Rückrunde ein und haben jetzt 12 Punkte Vorsprung – beeindruckend. Der 21. Meistertitel – saustark!

Wettbewerb Nr. 4 – der UefaCup – immerhin Bronze
Irgendwie merkte man den Bayern an, dass sie schon lange nicht mehr in Europa´s zweiter Liga gespielt haben. Schon das erste Spiel gegen Belenenses Lissabon war eine „Ziagarei“ – 1:0. Rückspiel etwas besser – 2:0. Im ersten Spiel der Gruppenphase in Belgrad brauchte die Mannschaft gar den jungen Toni Kroos, um eine Blamage abzuwenden. Auf einem üblen Acker bog der kleine Toni das Spiel noch um, von 1:2 auf 3:2. Puh! Dann das „Mathematikproblem“ gegen die Bolton Wanderers. Hitzfeld wollte einige Spieler schonen, das ging nach hinten los 2:2. In Braga (Portugal) kamen die Bayern in einem laschen Spiel nicht über ein 1:1 Unentschieden hinaus. Ausgerechnet ein Österreicher schoss das Tor für Braga. Versöhnlich der Jahresabschied gegen Thessaloniki – 6:0 (4 x Toni). Im 16tel-Finale (was es alles gibt) gings nach Schottland zum einst ruhmreichen FC Aberdeen, die machten natürlich gegen uns wieder ihr Spiel des Jahres, ein Elfer im Nachschuss bringt uns wenigstens ein 2:2. Das Rückspiel dann mit 5:1 bärenstark. Achtelfinale in Belgien – Bayern top drauf (zuvor Sieg im Pokalderby und Sieg auf Schalke) – fegt Anderlecht 5:0 weg. Rückspiel Schonung pur – 1:2. Dann kommen die Spanier aus dem Madrider Vorort Getafe. Bayern tut sich im Hinspiel schwer, kassiert den Ausgleich kurz vor Schluss – nur 1:1. Im Rückspiel dann das „Wunder von Getafe“ , als die Bayern 5 Minuten vor Schluss ein 1:3 in ein 3:3 umdrehen (Mille Grazie Il Bomber). Hurra – Halbfinale! Gegner ist Zenit St.Petersburg. Die haben mit Leverkusen und Nürnberg bereits zwei deutsche Teams eliminiert. Bayern zuerst zu Hause, spielt 60 Minuten gut, führt 1:0, dann Lucio´s unglückliches Eigentor 1:1. Rückspiel in Russland. Bayern platt (53. Pflichtspiel), Zenit oben auf (die russische Saison ist noch sehr jung)- bittere Klatsche 0:4 – das Aus, aber immerhin Bronze! Trotzdem sehr schade, denn es war wohl für viele viele Jahre die letzte Chance den Uefacup zu gewinnen – die nächsten Jahre spielen wir wieder Championsleague.

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Sieg!

20. April, 2008; 0:31

Wenn man´s genau nimmt, dann ist es eigentlich für alle Beteiligten super gelaufen. Die Zuschauer haben ein einigermaßen spannendes und ausgeglichenes Spiel gesehen, die Dortmunder haben sich wacker geschlagen und sind nicht abgeschlachtet worden und wir Bayern haben den Pott. Wunderbar!

Zum Spiel: Bayern anfangs besser, wie von mir prophezeit macht „Il Bomber“ in der 11. Minute das 1:0. Traumhafter 60 Meter Pass von van Bommel, Ribéry tanzt seine Gegner aus, Luca Toni hält den Fuss hin – 1:0. Bayern bis zur 35. Minute besser ohne sich dabei jedoch große Chancen heraus zu spielen. Dortmund ist bis dato froh dass es ihnen nicht wie letzten Sonntag ergeht. In den letzten 10 Minuten wirkt Bayern schon ein bißchen nachlässig, die Führung hält aber bis zur Pause. Der Otti hat dann wohl die richtigen Worte gefunden, denn Bayern ist nun wieder aktiver. Zumindest in den ersten 10 Minuten. 2 Klosekopfbälle finden nicht den Weg ins Tor. Dortmund merkt, dass heute vielleicht mehr drin ist und spielt mutiger nach vorne, defensiv stehen sie eh ganz gut. Die Chancen für Dortmund häufen sich, Poldi macht das entscheidende 2:0 nicht und so kullert ein Ball von Petric in der 92. Minute durch den Fünfer und Lucio´s Beine – 1:1 – Verlängerung. Aus Bayernsicht unnötig – für Dortmund verdient. Die Entscheidung fällt in der 1. Hälfte der Nachspielzeit – erst hält Olli Kahn mit einer Superparade gegen Kringe das Unentschieden fest, dann ist „Bello Impossibile“ Luca Toni zur Stelle, hält wieder den Schlappen hin und bringt Bayern in der 103. Minute in Führung. Blaszczykowski fliegt in der 108. mit Gelb-Rot vom Platz, Bayern schaukelt den Sieg heim – am Ende steht für Dortmund ein Achtungserfolg und die Uefa-Cup Teilnahme und für Bayern der 14. Pokalsieg. Olli Kahn ist mit 6 Pokalerfolgen jetzt Rekordpokalsieger! Auf gehts Olli – nur noch 2!!!


Schnapp ihn Dir Olli!!!

19. April, 2008; 13:55


Fiiiiiiiinale

18. April, 2008; 16:34

Morgen ist es soweit. Der erste richtige Titel (Ligapokal nimmt man halt so mit) der Saison wird vergeben. Die schwarz-gelben aus Dortmund treffen auf die scheinbar übermächtigen rot-weißen Bayern! Nach dem 5:0 in der Bundesliga vor 5 Tagen und der Heimpleite der Dortmunder (1:3 gegen Hannover) unter der Woche geht ganz Fussballdeutschland von einem bayerischen Kantersieg aus. Um ehrlich zu sein, wenn alles einigermaßen in normalen und geordneten Bahnen verläuft, gibts vielleicht kein 5:0, aber ein 3:0 sollte es schon sein. Aber genau da liegt die Gefahr. Die Saison des BVB ist nicht wirklich erfolgreich. In der Liga im grauesten Mittelfeld, international schon Jahre nicht mehr vertreten, man steht zwar im DFB-Pokalfinale, spielt aber seit Wochen grottenschlecht. Eigentlich „Die Chance“ das Jahr zu retten. Thomas Doll sagte bereits: „Wir haben keine Chance, aber die wollen wir nützen!“. Ja klar, was soll er sonst sagen. Bitte liebe Bayern den Gegner nicht unterschätzen, der Frei und der Petric sind nicht schlecht und  der Rest wird sich den Arsch aufreissen. Ein frühes Tor für Bayern un der BVB geht unter. „Il Bomber“ Luca Toni wirds schon richten. Franck Ribéry scheint wieder fit zu sein, der Schweini war ganz gut drauf, der Much macht hinten dicht und der Olli hält alles. Genau so!

Ich würde mir wünschen, dass der Otti und der Olli den Abschied erhalten den sie verdient haben – d.h. schlichtweg: Bayern holt jetzt noch alle drei ausstehenden Titel. Meister, DFB-Pokal und Uefa-Cup! „Auf gehts Buam, pack ma´s!“


Die Bayern in der Einzelkritik

19. März, 2008; 22:02

Kahn: Hatte bis auf einen Ball nichts zu halten – die Ruhe selbst, schade dass er aufhört.

Jansen: Noch nicht so in Form wie zu Beginn der Saison, hatte einige Stockfehler in seinem Spiel, machte seine Seite aber zu. Leitete das 2:0 ein.

Lucio: Unauffällig, aber ohne Fehler. Musste in der 73. Minute leicht angeschlagen raus.

van Buyten: Löste Lucio ab. Kein Gegentor – fehlerlos – kopfballstark gegen die großgewachsenen Dzeko und Grafite.

Demichelis: Weltklasse! Der beste Mann auf dem Platz. Verlor keinen Zweikampf, dazu noch diese Spielübersicht. „Much“ – Der Marschall!

Lell: Gewohnt fleissig, ging weite Wege. Hatte bei seinem Fehler Glück, dass Wolfsburg nicht in Führung ging. An den Flanken muss er noch arbeiten. Bleibt aber eine der Überraschungen.

Zé Roberto: Wirkt nach seiner Grippe immer noch nicht frisch, hielt sich zurück.

van Bommel: Hielt mit Zé Roberto das Zentrum schadlos, ist da wo es brennt. Hilft der Mannschaft durch seine Präsenz. Ottl durfte ab der 82. Minute für ihn ran.

Ottl: Spielte 8 Minuten mit, fiel nicht auf.

Altintop: Steigerte sich in Halbzeit zwei, kämpferisch gut, kann aber mehr. Kann derzeit seinen rechten Fuss nicht wie gewohnt als Waffe einsetzen.

Ribéry: Von ihm erwartet man immer Zauberfussball. Heute nicht ganz so viel Spektakel, dafür markierte er das wichtige 1:0. Bindet mindestens 2 Gegenspieler und öffnet so Räume für seine Mitspieler.

Sosa: Kam in der 89. Minute für Ribéry.

Podolski: Drosch nach 10 Minuten einen Ball aus dem Stadion, ansonsten war von Poldi wenig zu sehen, bereitete das 2:0  mit vor. Setzte den Kopfball in der 80. min. kläglich neben das Tor.

Klose: Ist auf dem aufsteigenden Ast. War wesentlich mehr unterwegs, kämpfte, grätschte, war einfach im Spiel drin. Bereitete das 1:0 von Ribéry vor, staubte selbst zum 2:0 ab.


2. Halbzeit: Bayern – Wolfsburg 2:0

19. März, 2008; 21:50

Die zweite Hälfte beginnt etwas verhaltener, die erste Chance haben die Bayern in der 56. Minute, eine Flanke von Altintop köpft Klose Richtung VfL-Tor, Benaglio hält aber toll. Nach einem Ballverlust der Wolfsburger steckt Klose zu Ribéry durch, der zum 1:0 einschiebt (60.). Ein Kopfball von Josue senkt sich aufs Tornetz (62.). Madlung produziert einen Querschläger, Jansen nimmt den Ball direkt und flankt von links außen in den Strafraum, Podolski mit der Fussspitze, Benaglio hält, Klose staubt zum 2:0 ab (67.). Das Spiel verliert nun deutlich an Fahrt, Bayern nimmt das Tempo raus, Wolfsburg glaubt nicht mehr wirklich an sich. In der 80. Minute flankt Zé Roberto punktgenau auf den Kopf von Podolski, der es fertig bringt den Ball aus 4 Metern daneben zu köpfen (Anm. d. Red.: „Der Ball muss immer da hin, woher er gekommen ist!“). Als Krzynowek in der 86. Minute aus 20 m verzieht ist die letzte Chance der Wolfsburger verspielt. Es bleibt beim verdienten 2:0 Erfolg der Bayern, die zum insgesamt 16. Mal ins Pokalfinale einziehen (von 15 Finalspielen wurden 13 gewonnen!) und dort auf den Ex-Klub von Ottmar Hitzfeld, den alten Rivalen aus der Mitte der 90er Jahre treffen – Borussia Dortmund. Auch dort dürfte man sich über den Finaleinzug der Bayern freuen, denn so ist der BVB bereits jetzt fix für den Uefa-Cup qualifiziert.


1. Halbzeit: Bayern – Wolfsburg 0:0

19. März, 2008; 20:32

Das zweite Halbfinale im DFB-Pokal zwischen dem FC Bayern und dem VfL Wolfsburg begann munter. Bereits in der ersten Minute köpfte Miro Klose aus 5 Metern daneben, nur eine Minute später stand Ribéry frei vor Benaglio, köpfte aber überhastet daneben. In der 5. Minute zirkelte Marcelinho einen Freistoss aus 18 Metern flach ins Eck, Oliver Kahn war aber auf dem Posten und hielt sicher. Nur 2 Minuten später faustete Benaglio einen Freistoss von Hamit Altintop aus dem Strafraum, auf der Gegenseite versuchte erneut Marcelinho FCB-Keeper Kahn mit einem Freistoss von rechts außen zu überwinden, ohne Erfolg. Nach einer Ecke von Altintop scheiterte Klose per Kopfball (9.). In der 16. Minute kam Altintop aus 18 Metern frei zum Schuss, verzog aber, sodass der Ball gut 2 Meter neben das Tor ging. Nach 22 Minuten hielt Benaglio einen Kopfball von Lucio aus 5 Metern bravorös. Ecke Ribéry – Kopfball Klose – drüber (23.) 34. Minute: Ribéry aus 20 Metern – verzieht. In der 35. Minute hätte ein Fehler von Christian Lell beinahe die Führung für Wolfsburg nach sich gezogen, Gentner konnte sich nicht entscheiden ob er schiessen oder passen sollte, der Zwischenlösung brachte nichts ein. In der 40. Minute scheiterte erneut Gentner mit einem Schuss, nach dem eine Ecke nach außen abgewehrt wurde. Mark van Bommel zog in der 45. Minute aus 20 Metern ab, Benaglio wehrte zur Ecke ab. 0:0 -Halbzeitpfiff!