Lotter hört auf

26. Dezember, 2014; 0:48

LT-Bericht

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Zu „Gutty“ letzt …

2. März, 2011; 16:04

Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg aka Lodda Maddäus 🙂 ist jetzt erstmal weg.

Ich schätze in einer Woche wird das Thema abgekühlt sein, dann nochmal kurz hochkochen, wenn neue Details ans Tageslicht kommen, um letztendlich für die nächsten Monate vom Tisch zu sein. Und irgendwann, so er denn selbst will kommt er zurück: „Star Wars 6 – Rückkehr der Jediritter“

Neben seiner eigenen Schuld, die natürlich ganz klar im Vordergrund steht habe ich in den letzten Tagen schon den Eindruck gewonnen, dass auch die zweifelsohne große vorherrschende Politikverdrossenheit der Menschen eine Mitschuld am „zu-Guttenberg-Hype“ trägt. Nicht an seinem Plagiat. Nein, am Hype um den Baron.

Mal ehrlich. Wer glaubt denn heute einem Politiker noch was? Die Menschen haben doch die Schnauze gestrichen voll von der Politik.

Und auf einmal taucht dieser weiße, adelige Ritter am Horizont auf und binnen weniger Monate schafft er etwas was den meisten Politikern im Laufe ihrer gesamten Politkarriere nicht gelingt – das Volk hört ihm zu, das Volk mag ihn, das Volk findet ihn toll.

Die allgemeine Meinung ist doch eh „alle (viele) Politiker lügen, bzw. machen Versprechungen, bei denen sie beim Aussprechen schon wissen, dass die Realisierung sehr schwer wird“.

Und da kommt der Baron ins Spiel. Eloquent und stark. Kompetent und sympathisch.

Und jetzt soll genau er kein Stück weit besser sein, eigentlich sogar noch viel schlechter sein als all die anderen?

Nein, das Volk möchte so was nicht hören, das Volk ist wie ein kleines Kind, das Volk hält sich die Ohren zu und sagt ganz laut „nein, nein, nein – ich will das gar nicht hören.“ Eine Art Verdrängungsprozess setzt ein. Man will es einfach nicht wahrhaben. Im Inneren schreit eine Stimme ganz laut „neeeeeein, nicht er auch noch.“

Blinde Gefolgschaft? Nein. Und jetzt keine Vergleiche mit dem „kleinen Brauen aus Braunau“ ziehen. Bitte nicht.

Endlich wieder einer dem man vertraut, dem man glaubt, den man mag, den manche sogar lieben und verehren.

Und jetzt soll er …?
Nein, verdrängen, nicht wahrhaben, weghören, ausblenden.

Aber im Kopf beginnt es langsam zu rumoren. Das Gewissen beginnt langsam zu hämmern … erst leise, dann immer lauter. „Hat er wirklich?“. Die innere Stimme schreit dagegen an „neeeeeein, nicht er auch noch. Warum ausgerechnet er?“

Warum ist denn die allgemeine Wahrnehmung so verzerrt? Warum wehren sich die Menschen so gegen das „wahrhaben wollen“? Warum wird von vielen vielen Menschen so getan, als ob das nicht so schlimm ist. „Wer hat denn nicht schon mal abgeschrieben?“ Warum wird einem zugegeben mit 39 Jahren jungen Spitzenpolitiker binnen weniger Jahre so viel Vertrauen entgegen gebracht. Warum wird aus ihm der Hoffnungsträger, der Heilsbringer gemacht?

Er hat sich wunderbar insziniert. Er hat unangenehme Wahrheiten ausgesprochen – damals. Jetzt leider nur scheibchenweise und immer nur so viel wie nötig war. Oder hat ihn die Zeit einfach überrollt? Das Internet besitzt eine schier unaufhaltsame Macht. Die Zeit verrinnt viel schneller. Vor 20 Jahren hätte sich so eine Affäre wohl über ein halbes Jahr hingezogen und der „Beschuldigte“ hätte genügend Zeit gehabt sich zu ordnen. Die „neue Schnelle“ der Zeit hat ihn in die Ecke gedrängt.

Schade.
Aber auch gerecht. Ein Zeichen an alle – „Hey, auch Helden müssen sich an Regeln halten!“ Gut so.

Fühlte er sich zu sicher?
Doktorarbeit erledigt. Auf gehts zum Politolymp?

Die Sünden der Vergangenheit haben ihn unerbitterlich eingeholt und ihn (erstmal) in Stücke gerissen. Bin gespannt, wen´s noch alles erwischt. 😉

Aber ist es wirklich so einfach aus seinen „Fehlern der Vergangenheit“ auf sein „Handeln in der Zukunft“ zu schliessen? Mir ist das zu einfach.

Am Ende des Tages wird man sehen was Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg wirklich für ein Mensch war, ist und in Zukunft sein wird.

Ist er ein überschätzter Blender, der der Wissenschaft und dem „made in germany“ geschadet hat, sich aber durch seine Art auch einfach super verkauft hat und eben jene vorherrschende Politikverdrossenheit als Kanonenkugel ge- und benutzt hat, um wie Baron Münchhausen darauf zu reiten?

Oder hat er einfach in jüngeren Jahren eine große Dummheit (Straftat) begangen und ist einer wenn nicht der beste, beliebteste und trotz Plagiataffäre glaubwürdigste Politiker unserer Zeit?

Ich persönlich hoffe, dass der Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg per heute ehrlich, glaubwürdig und einfach gut für unser Land ist und bald wieder in entscheidender Funktion zum Wohle unseres Landes an die Spitze der Bundespolitik zurückkehren wird.


„Ein paar kurze Gedanken zu Guttenberg“

1. März, 2011; 19:06

1.) Was er gemacht hat ist keinesfalls in Ordnung.

2.) Wer ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein.

3.) War´s schon ein sogenannter „thick dog“.

4.) Hat er selbst die ganze Affäre mit seiner Salamitaktik nicht gerade positiv begleitet.

5.) Macht ihn das ein (großes) Stück weit unglaubwürdig. Gerade die Sache mit „nicht wissentlich“.

6.) Aber in den letzten Jahren seiner Politikkarriere kam er sehr überzeugend und glaubwürdig rüber.

7.) Sollte man also aus „alten Fehlern“ nicht „neue Unterstellungen“ machen.

8.) Hat er sich mehrfach entschuldigt und irgendwann ist auch die Zeit des Verzeihens gekommen. Aber das dauert wohl noch.

9.) Gibt es keine unfehlbaren Menschen, schon gar nicht Politiker, und unterm Strich ist er wohl auch nur ein paar Prozent „besser“ als all die anderen Politiker, aber …

10.) … irgendwie geht von ihm eine Art Magie und Strahlkraft aus. Da wirken schlechte Nachrichten nicht sooo schlecht und gute Nachrichten werden fast schon überschwänglich bejubelt. Er kommt einfach saugeil rüber.

11.) Lechzte das Volk nach so einem Politiker und er wird hoffentlich zurückkehren. Irgendwann wird der Mann Kanzler!


Sepp Daxenberger ist tot

18. August, 2010; 23:18

Das Schicksal hat die Familie Daxenberger in den letzten Tagen hart getroffen. Vor wenigen Tagen starb die Frau von Sepp Daxenberger an den Folgen von Brustkrebs, heute schloss der bekannteste Grünenpolitiker in Bayern für immer seine Augen. Das Ehepaar Daxenberger hinterlässt 3 Kinder im Alter 12, 17 und 20 Jahren.

Sepp Daxenberger war ein Urbayer und wie man von anderen Grünen so hört ein herzensguter, lustiger Mensch. Daxenberger schaffte es im urschwarzen Bayern erster grüner Bürgermeister zu werden. Bei der letzten Landtagswahl schaffte er mit den Grünen das beste Ergebnis ever in Bayern.

Heute ist ein echt guada von uns gegangen.

R.I.P. Sepp


Dießen zeigt Flagge

23. April, 2008; 17:18

Stiller Protest in der Marktgemeinde. Als Zeichen gegen die Unterdrückung Tibets durch die Chinesen wehen in Dießen zahlreiche Flaggen im Wind …


Politik und die Nähe zum Menschen

29. März, 2008; 17:58

Die CSU wirbt ja schon länger mit dem Slogan „näher beim Menschen“, jetzt hat die SPD nachgezogen. Wahrscheinlich wurde eine Werbeagentur fürstlich entlohnt um sich folgenden Slogan auszudenken: „SPD – nah bei den Menschen“. Ja leck mich am Arsch, wie kreativ die Parteien denn heutzutage sind. Jeder will ganz nah am Bürger sein, jeder will alles nach bestem Wissen und Gewissen nur zum Wohle der Bürger tun, super! Da fühlt man sich ja fast schon wie in der Ex-DDR, wenn jeder Politiker ganz nah bei uns sein will. Verstärkte Überwachung und Kontrolle hier, Beschneidung des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte dort – so viel Nähe ist mir zu viel des Guten. Ich bin mal gespannt, wann die erste Partei wirklich offen und ehrlich mit dem Slogan „Irren ist menschlich“ wirbt. 🙂


Transrapid kommt nicht

27. März, 2008; 16:25

Die Finanzierung des geplanten Transrapid vom Münchener Hauptbahnhof zum Flughafen Franz-Josef-Strauss kann von Bund und Land nun doch nicht gestemmt werden. Ursprünglich war von 1,85 Milliarden Euro die Rede, die letzten Kostenschätzungen beliefen sich auf 3,6 Milliarden Euro. Das Konsortium von Hoch-Tief, Siemens und Thyssen-Krupp, sowie die Bundesregierung und die bayerische Landesregierung nahmen gemeinsam endgültig Abstand vom geplanten Riesenprojekt „Transrapid“. Dem bayerischen Steuerzahler haben die Planungen bis dato ca. 100 Millionen Euro gekostet.