Ein 2:0 als gefühltes 8:1, oder wird jetzt alles gut?

Spitzenspiel in der Bundesliga. Der angeschlagene FCB gegen die königsblauen Ruhrpottler mit einem Huntelaar in Galaform. Aber irgendwie stellt sich kein überaus mulmiges Gefühl ein. Irgendwie spürt man, dass es heute gut ausgeht. Unsere Roten werden uns heute nicht im Stich lassen.

Die Schickeria schweigt die ersten 12 Minuten. Gibts wieder was zum Protestieren? Keine Ahnung, kann nur den Kopf schütteln. Gerade als sich im Oberrang aufgrund des Schweigens unten hinterm Tor die ersten Schlachtrufe lautstark bemerkbar machen wollen, ersticken die Bayern den aufkommenden Fangesang mit einer Doppelchance. Der überragende Ribéry passt auf Müller, der aus Mittelstürmerposition freistehend an Hildebrand scheitert, der auch den Nachschuss von Robben mit einer weiteren Glanzparade entschärft. Leider kein Tor, aber immerhin eine Chance! Danach knallte Robben auf Hildebrand und Müller scheiterte gleich dreimal mehr oder weniger knapp. Schalkes einzige Chance bis dato hält Neuer stark per Volleyballbaggerparade. Gustavo’s rustikaler Ballgewinn samt anschliessendem Traumpass ermöglicht Ribéry mit perfekter Technik das hochverdiente 1:0 für Bayern. Neuer bringt bei Fuchs‘ Knaller die Fingerspitzen dran, kurz vor der Pause vergeben die Bayern einen weiteren Hochkaräter, als Badstuber den Ball aus 30cm nicht im Tor unterbringen kann.

Nach der Pause erneut Badstuber, diesmal bei seinem Lattenkopfball mit viel Pech. Im Gegenzug die Bayern unsortiert und mit viel Glück. Aber das hatten sich die Bayern bis dato auch verdient. Matip lief alleine auf Neuer zu, setzte den Ball aber aus 16 Metern neben das Tor.

Bayern drängt mit einem super-quirligen Ribéry und einem fleissigen Robben (mit 12,19 km die größte Laufleistung) auf’s 2:0, aber Gomez stark freigespielt von Ribéry zu umständlich. Also muss es der Turbofranzmann selber machen. Ribéry geht ins Dribbling und sieht nur noch weisse Trikots um sich rum, bang – Schuss – bumm – Tor! 2:0! Hochverdient!

Gomez muss runter. Pfiffe und höhnischer Applaus vom Operettenpublikum – ich find sowas peinlich. Klar hatte er keinen guten Tag und ist in einer kleinen Torkrise, aber genau dann muss man ihm helfen und ihn nicht auspfeifen.

Der eingewechselte Olic bringt Müller nach Robbenfreistoss um sein Kopfballtor, als er im Abseits stehend zum Ball geht. Robben einmal zu mannschaftsdienlich und einmal mit Pech gegen den starken Hildebrand.

Fazit:
Explosion oder Strohfeuer? Die nächsten Spiele werdens zeigen. Die Abwehr gegen den formstarken Huntelaar ganz stark, die Aussenverteidiger agil, Alaba und Gustavo stark in der Zentrale. Gomez mit dem falschen Schuhwerk und mit sinkendem Selbstvertrauen, Ribéry überragend, Müller und Robben verbessert und alle 3 vorne insgesamt viel beweglicher und flexibler. Gutes Spiel auf dem aufgebaut werden kann. Mitunter wackelte das zarte FCB-Gebilde noch, aber die Richtung stimmt! Weiter so ihr Roten!

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