Baustelle 30.08.2011

30. August, 2011; 20:36

Südansicht:

Treppenhaus:

Erdgeschoss (Küche und Esszimmer):

Dachgeschoss (Bad):

Der Architekt:

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FC Bayern – Tabellenführer

29. August, 2011; 20:55

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/ \ TABELLENFÜHRER


Garage fertig, Dachgeschoss fast

29. August, 2011; 19:39

Gute Leistung wird nicht belohnt

28. August, 2011; 20:15

MTV Diessen – TSV Rott 1:4 (0:1)

In einem Duell zweier Mannschaften auf Augenhöhe siegte am Ende die routinierte, aber auch glücklichere Mannschaft aus Rott, sicherlich 2 Tore zu hoch beim MTV Diessen.

In der Anfangsphase neutralisierten sich beide Mannschaften und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Der TSV Rott zeigte aber bereits beim ersten ernstzunehmenden Angriff seine ganze Klasse und schloss einen Konter mit einem sehenswerten Schuss in den Winkel zur 1:0 Führung ab (11.). Der MTV Diessen musste schon nach 4 Minuten wechseln, da sich Stürmer Giuseppe Bonomo bei einem Foulspiel am Knöchel verletzt hatte. Die Diessner brauchten einige Minuten, um sich von dem Gegentor zu erholen. Mitte der ersten Halbzeit nahm der MTV dann das Heft in die Hand und erarbeitete sich gute Tormöglichkeiten. Zunächst setzte sich Philipp Ropers auf der linken Seite durch, verpasste aber das Abspiel in die Mitte und scheiterte am starken Keeper des TSV Rott Thomas Dormeyer (23.). 10 Minuten vor der Pause hielt er erneut glänzend gegen Alexander Hummer und hatte Minuten später Glück, als Juliano Copetti nach feiner Einzelleistung an der Querlatte scheiterte (41.). Beim Stand von 0:1 ging es in die Pause.

Im zweiten Abschnitt bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild. Der MTV Diessen drängte auf den Ausgleich, der TSV Rott konterte immer wieder gefährlich. Diessen brachte den TSV Rott zwar immer wieder ins Wanken, der Favorit fiel aber hauptsächlich Dank seines starken Torhüters nicht. Die beste Parade zeigte Dormeyer gegen Diessens Kapitän Nico Weis, dessen Flachschuss er aus dem langen Eck tauchte (61.). Minuten später scheiterte zunächst Andreas Schranner per Kopf (64.), dann köpfte Franz Schranner nach einer Standardsituation aus kurzer Distanz knapp über das Tor (71.). Mitten in die Drangphase des MTV Diessen dann die kalte Dusche, der TSV Rott schloss einen Konter eiskalt zum 0:2 ab (73.). Diessen bewies Moral und spielte weiter nach Vorne, doch ein weiterer Konter führte zum 0:3 (77.). Erst dann wurde auch der Einsatz des MTV belohnt, Daniel Seidel traf zum hoch verdienten 1:3 Ehrentreffer (81.). In der der Nachspielzeit konnte Rott sogar noch den 1:4 Endstand erzielen, der MTV kann aber auf diese gute Leistung aufbauen.

Kader:
Steffens, Schramm, Odinius, Schwaiger, Schranner F., Hummer, Weber, Weis, Bonomo G., Ropers, Seidel ,Copetti, Augsdörfer, Schranner A.;

Text: Nico Weis


Zweite verliert verdient

28. August, 2011; 20:13

MTV Dießen II – SV Erpfting 0:3 (0:2)

Im Spitzenspiel der B-Klasse 2 verloren die Mannen des MTV Dießen II verdient mit 3:0 gegen die Elf aus Erpfting.

Bereits zu Beginn wurden die Unterschiede zwischen den Mannschaften deutlich. Während Erpfting gefällig kombinierte, suchte die Heimelf lange Zeit die Ordnung im Spiel. Erpfting legte ein hohes Tempo vor und drängte die Ammerseer in die Defensive. Wirklich gefährlich wurden die Gäste zwar selten, aber eigene Chancen der Dießner waren Mangelware. Michele Bonomo wurde in letzter Sekunde in aussichtsreicher Position gestoppt (19.). In der 24. Spielminute lenkte Libero Frank Fastl eine Flanke der Gäste unglücklich ins eigene Tor. Verunsichert durch den Rückstand und die eigene Unordnung schaffte es die Heimelf auch in der Folgezeit nicht, die gewohnte Ballsicherheit an den Tag zu legen. Eigene Kombinationen zeigten sich zu selten. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit erhöhten die Gäste nach einem schönen Spielzug durch einen Schuss ins lange Eck auf 0:2. Torwart Christian Werkmeister war auch hier chancenlos.

In Halbzeit zwei nahmen die Dießner dann nochmals alle Kräfte zusammen, es glückte deutlich mehr, obgleich Zählbares nicht herausspringen wollte. Michele Bonomo hatte durch eine sehenswerte Einzelaktion die Chance zum Anschlusstreffer, scheiterte allerdings am Innenpfosten (56.). Sebastian Zirbes schaffte es ebenfalls nicht, den Ball aus kürzester Distanz im Tor unterzubringen (64.). Erpfting nun gewarnt und nach vorne wieder deutlich gefährlicher. Kurz nach dem Aufbäumen der Dießner dann der Genickbruch durch die Gäste. Nach einer Ecke wurde der Ball nicht weit genug geklärt und Erpfting erhöhte per Kopf auf 3:0. Zwar gaben sich die Ammerseer immer noch nicht auf, aber das Spiel war gelaufen. In der 81. Spielminute wurde dann sogar noch Sebastian Zirbes mit eine roten Karte des Feldes verwiesen. Bis zum Schlusspfiff tat sich dann nichts mehr, auch weil die Gäste deutlich das Tempo herausnahmen.

Alles in allem ein verdienter Sieg für die Gäste aus Erpfting, die es schafften, über 90 Minuten das Dießner Spiel im Keim zu ersticken und ihrerseits nach vorne deutlich aktiver agierten.

Kader:
Werkmeister, Fastl, Lipsmeier, Zirbes S., Sepperl, Kunschak, Zirbes P. Pölitz, Bonomo M., Schwarzer, Schartl, Beausencourt, Hartmann, Ziller;

Text: Patrik Beausencourt


Lesenswert – immer wieder

27. August, 2011; 14:06

Der erste Tag in Madrid
„Oefix und Zappi sind vor Ort!“

Dies ist wohl neben dem Eintreffen der Bayernmannschaft die wichtigste Nachricht.

Donnerstag Mittag wurden die beiden „koeniglich“ an den FJS-Flughafen gefahren. Danke Kiiiiiiiing!

Ueber Bilbao fliegen wir nach Madrid.
Keine Probleme beim Einchecken, Bernd Dreher (CL-Sieger 2001) checkte mit uns ein. 🙂 Dann ab ins Hofbraeuhaus. 6 „HoWe“ Wuerstl und 2 gschmeidige Weissbierli. Schee. Der Auftrag „Wir holen den Pott nach Muenchen“ kann beginnen.

Lockerer Flug ins landschaftlich sehr schoene Bilbao. Viele Berge, sehr viel Gruen. Da kann man es aushalten. Super!

Flug nach Madrid „delayed“. Macht aber nix. Mit 3 Muenchner Bayernfans vertrieben wir uns die Zeit. Die ersten beiden Cervezas waren gleich bestellt.

Dann lockerer Flug nach Madrid, eine schoene Ehrenrunde mit der S-Bahn. 🙂 Wir haben es uns nicht nehmen lassen den ganzen Flughafen anzuschauen.

Das U-Bahnsystem ist uebersichtlich und stellt fuer uns Weltenbummler kein Problem dar. Ehrlich.

Prosperidad. Do miass ma hi.

Koa Problem. Nach der Ankunft an der U-Bahnstation bahnen wir unseren Weg zwischen der „schwarzen“ auf der einen Seite und „halbschwarzen“ Gang auf der anderen Seite in die naechste dunkle Gasse. Dort wohnen wir. Hui … mein erster Gedanke. „Da geh ich bis zum Finale nicht mehr raus!“

Aber…

… der Spanier ansich ist relaxed.

Um Flagge zu zeigen haengen wir gleich mal die Bayernfahne ins Fenster, darunter baut der Oefix seinen „FC-Bayern-Altar“ auf.

Wir sind dann noch raus und haben zu Fuss – ca. 5 km – die Gegend erkundet. Im Parque de Berlin waren wir. Da ist die Fanmeile des FCB. Zapfhaehne und Tribuene stehen bereit. Jetzt eben als ich diesen Bericht schreibe macht die Fanmeile auf (Fr. 12:00 Uhr).

Zurueck zu gestern. Wir sind dann gleich zum Estadio Santiago Bernabeu gegangen und haben einen Rundgang ums Stadion gemacht. Beeindruckend. Ich war ja schon 2000 dort, dem Oefix hat es auch super gefallen. Das Stadion ist super. Mir gefaellts besser als das Nou Camp in Barcelona.

Ueber den „Plaza de Republica Argentinos“ – Muuuuuuch! – sind wir dann zurueck ins Hotel. Fuer den ersten Tag war es dann genug, obwohl der Ray meint, dass es erst um 1 Uhr in der Nacht so richtig los geht. Wir sind um 1:30 Uhr ins Bett. Bzw. haben wir es versucht, denn jetzt beginnt die Muellabfuhr mit der Arbeit. Und die ist laut. Die Staedtische. Denn der private Muellmann laesst seine Frau das Muellauto fahren und wirft die Muellsaecke einfach locker aus dem Handgelenk auf das Muellauto. 🙂 Saugeil.

Heute sind wir dann raus um ein Kaffeetschal zu trinken und sind dabei auf Interfans gestossen. Eigentlich sind es aber Englaender, die einfach mal den Trip nach Madrid gebucht haben, denn eine englische Mannschaft sollte den Einzug ins Finale ja schaffen. Denkste! 🙂

Sie sind ManU-Fans und echt nett. Wir haben uns nett unterhalten, am scheene scheene „Plaza de Prosperidad“ Kaffeetschal und 2 Cervezas gezischt. Hui, bei 28 Grad host glei oan. 🙂

Eben als ich diesen Bericht in nur 15 Freiminuten (ab 16 min. kostet es 4,17 Euro pro Stunde) in der „Lobby“ des … naja … „Hotels“ am Commodore C64 🙂 schreiben will, kommen sie die Treppe runter. Saugeil, die sind im gleichen „Appartementhotel“ wie wir.

So, Oefix und ich ziehen uns jetzt kurz um, weil es sauwarm draussen ist und ziehen weiter in die Innenstadt, spaeter dann in die Fanmeile.

Die „Berta“ muesste auch bald kommen. Mein Handy hat eben gerade laut „Kahn – die Bayern“ geschrien, also hab ich eine sms bekommen. Mal sehen wer es war.

Bis bald auf diesem Wege.

Zappi und Oefix

Der zweite Tag in Madrid
Der Madrilene an sich is echt nett und hilfsbereit. Sie koennen zwar meist nur spanisch und wenig englisch, aber sie sind echt hilfsbereit und geben sich grosse Muehe.

Gestern haben wir noch eine grosse Runde Sightseeing gemacht und sind wieder mal ziemlich viel zu Fuss abgegangen. Instinkiv dabei immer erst in die falsche Richtung … 🙂 Egal, wir sind bei knapp 30 Grad genauso relaxed wie die Spanier.

Heute haben wir wieder die Stadt erkundet.

Wir sind am Plaza de Independcia gewesen:

Und am Parque del Retiro„:

Und haben auch sonst jedes grosse Bauwerk fotografiert:

Wir sind über den Plaza Puerta del Sol spaziert, haben am Plaza Mayorgespeist und dabei unter anderem „Spiderman“ und eine „Flamencotaenzerin“ getroffen.

Oefix liess es sich nicht nehmen, sich noch vor dem Finalplakat des „Damenfinales“ fotografieren zu lassen:

Sepp, Alenko und Peter stossen dann am Abend zu uns und in unserer „Stammkneipe“ gibts erstmal 5 lockere Bierli. Hui. 🙂

Die 3 sind 20 Stunden mit dem Auto hergefahren, sind aber noch nicht muede und wollen weiter. In Madrid gehts ja jetzt erst richtig los. Es ist fast 12 Uhr und wir gehen zum „Parque de Berlin“ zur FCB-Fanmeile.

Paula (links, nebst Freundin Sarah), die vor 6 Jahren fuer 2 Wochen in Deutschland in der Naehe von Koeln bei einer Gastfamilie war und in der Schule deutsch hatte ist sehr kommunikativ und spricht hervorragend deutsch. Die Suedtiroler singen ununterbrochen „Tulpen aus Amsterdam“ und feiern „Arjen Robben“. 🙂

Ein 17-jaehriger im Deutschlandtrikot kann perfekt spanisch und deutsch, wohnt in Madrid, lebte lange in Barcelona, kommt aber urspruenglich aus Frankfurt.
Kann man auch mal erwaehnen.

„Sol“ zeigt und nach mehreren Bierchen den Weg zu einem englischen Pub. Alle sind fuer uns. Ueberhaupt habe ich das Gefuehl, dass ganz Madrid fuer Bayern ist. Alle jubeln uns zu und wuenschen uns den Sieg. Moegen sich Italiener und Spanier nicht?

In der „Tux-Bar angekommen werden wir herzlich begruesst und wieder wird uns „good luck“ gewuenscht. Herrlich.

Die Tux-Bar macht nach weiteren 3 Bier um halb 3 zu. Sol zeigt uns den Weg in die naechste Bar.

Sepp hat schon aufgegeben und ist weg. Wir hoffen er ist gut in seinem Hotel angekommen. Dafuer gesellt sich jetzt Andi Simms zu uns. Kommt aus Unterhaching. Ihn kostet der Trip 2.000 Euro, darf seine Freundin aber nicht wissen. Is so.

Nach einem weiteren Bier werden die Beine und Augen schwach und wir treten den Heimweg an. Andi verabschiedet sich von uns, die beiden Kroaten Peter und Alenko suchen den Weg nach Hause. Auch sie sind gut angekommen.

Es ist kurz nach halb 4 als wir ins Bett sinken.

Gruesse aus Madrid Zappi und Oefix

Der dritte Tag in Madrid
Der Oefix ist nach nur 3 Stunden Schlaf schon wieder wach, als ich um 11 Uhr aufwache denke ich nur eins. Scheiss Mahou-Bier. Wow, brummt mir die Ruebe. Das letzte Bier war schlecht und ich habe Ingos Rat – trinke Wasser – wieder mal nicht beruecksichtigt.

Draussen hats ca. 60 Grad. Man ist das heiss. Die Kroaten sind immer noch im Bett, der Sepp draengt auf Action. Oefix ist schon in der Stammkneipe, Kaffeetschal. Ich komme nach, auch Kaffetschal und leichte Kost. Dann ein kleiner Spaziergang und ab aufs Zimmer.

Siesta. Machen die Einheimischen so, warum wir nicht auch. 🙂

Die Mannschaft ist heiss, das Wetter auch, wir auch.

Langsam steigt die Anspannung.
Schaffen wir es?

Wie stark ist Inter?

Was heckt Mourinho aus?

Was haelt van Gaal dagegen.

Pause – stopp – mein Handy klingelt!!!

Radio Top FM, die Wendy war dran und hat eben meinen O-Ton aufgenommen. Alle Top-FM hoeren, mein O-Ton wird heute gesendet. GEIL!!!

Jetzt kann nichts mehr schief gehen.

Oefix und ich schauen jetzt noch zur Fanmeile, Stimmung aufschnappen, dann gegen 5 Uhr ins Hotel, Lederhose (POKALE HOID MA MIT DA LEDERHOSN OB!!!) und Trikot an, die Bayernfanclubfahne ins Stadion mitnehmen und Geschichte schreiben!!!

Heute werden wir UNSTERBLICH!!!

Fondo Sur wir kommen!!!

Das Finale
Auf dem Weg zur Fanmeile klingelt erneut mein Handy. Huebi ist dran. Er ist mit seinen Arbeitskollegen am Plaza de Mayor und feiert schon.

Also Planaenderung und ab ins Hotel, umziehen. Oefix und ich gehen ins Hotel zurueck, es herrscht Stille. Jeder ist konzentriert. Fast so, als ob wir selber spielen wuerden. Hoch ins Zimmer und vorbereiten.

Wie die Spieler gehen wir unsere Kleiderordnung nochmal genau durch.

Das richtige Trikot.
Vorher wurde schon genau ausgewaehlt, welches Trikot fuer das Finale in Frage kommt. Ich waehle das Pizarrotrikot, ganz in rot, CL-Trikot der Saison 2001. Ein Trikot mit hohem Siegfaktor.

Der richtige Schal.
Eigentlich habe ich schlechte Erfahrungen mit Schals. 1999 den Finalschal und den MTV-Schal dabei gehabt. Alles schief gegangen. Einen FCB-Fanschal hab ich mir mal gekauft. Das erste mal mit ins Stadion genommen. Verloren. Aber, seit mir der Kaiser einen Schal geschenkt hat „Danke Franz – Gute Freunde kann niemand trennen!“ passts. In allen wichtigen Spielen hat der Schal seine Arbeit wunderbar gemacht und stets den Sieg fuer uns gebracht. Der muss mit.

Shirt.
Eigentlich ist es so warm, dass es ein Schmarrn ist, neben dem Schal auch noch ein Shirt unter das Trikot anzuziehen. Aber ich kann mich dem Aberglauben nicht widersetzen. Der Aberglaube war in den vergangenen Woche eh eine Sache fuer sich. Ich bin froh, dass ich jetzt wieder „normal“ leben kann. 🙂 Zurueck zum Shirt. Ich hatte das gruene (Hoffnungs-)Shirt beim Halbfinalheimspiel gegen Lyon an und auch beim Rueckspiel im Spoheim. Hat wunderbar geklappt. Shirt muss mit, egal wie warm es ist.

Ja, auch die Unterwaesche muss sorgfaeltig gewaehlt werden. Natuerlich eine rote Boxershort.

Dazu die Ledhosn, Wadlstruempf und Haferlschuah. Passt.

Naechstes Thema: Fanclubfahne.

1999 war sie in Barcelona dabei. Aber die Fahne ist so gross, dass wir sie damals nur im Hotel gelassen haben. Also Fahne mit nach Madrid nehmen, oder daheim lassen? Ich entschied mich fuer mitnehmen. Und wenn sie dabei ist, dann muss sie auch mit ins Stadion, um den Fluch von 1999 zu brechen. Also, Fahne schultern und los gehts. Spaeter, jetzt ist sie mir zu laestig. Es sind noch 5 Stunden bis Spielbeginn.

Oefix hatte die gleichen Fragen fuer sich zu klaeren. Lederhosn und sonstiges bajuwarisches Outfit war klar, dazu das neue Robbentrikot und ebenso der ungeschlagene „Kaiser-Franz-Schal“.

Mit der Metro gehts zum Plaza de Mayor.

Nach ca. 30 Minuten Fahr- und Gehzeit sehen wir von Weitem schon 4 Bayernfans in Lederhosn und mit einem Masskrug. Wir haben Huebi und „seine Gang“ gefunden.

Grosses „Hola“ mit Huebi, Kim, Andi und Tobi. Manu fehlt noch, er ist noch bei seinem Vermieter. Er hat mal ein Jahr in Madrid gelebt, kann perfekt spanisch, was es fuer uns alle wesentlich einfacher gemacht hat.

Die 4 sind schon laenger unterwegs und haben bis dato fuer gefuehlte 1000 Fotos posieren muessen. Bayernfans in Lederhosn sind einfach ein unschlagbares Motiv. Jetzt werden auch Oefix und ich mit in die Fotoparade aufgenommen. Die Stimmung ist super.

Bocadillo de Calamares und Cerveza. Fein fein. Wir lassens uns gut gehen. Der Schaedel von gestern ist wie weggeblasen. Super. Liegt wohl am Wetter und an der Vorfreude.

Nach ausgiebigen Schlachtgesaengen gehen wir Richtung Hostel, die Jungs machen sich fertig. Auch dort die gleichen Fragen. Welches Trikot? Welche Erfahrungen hatte ich mit welchem Shirt? Was bringt Glueck?

Gemeinsam ziehen wir Richtung „Estadio Santiago Bernabeu“. Rein bei „Gran Via“ in die U-Bahn. Wir stimmen Schlachtgesaenge an. „… ein Schuss, ein Tor, die Bayern“ – „die Bayern!“ – „die Bayern!„. Die Stimmung ist super, wir sind eine geile Truppe, es macht richtig Spass mit den Jungs.

Wir muessen noch einen kurzen Stopp bei uns -Prosperidad- einlegen, die Fanclubfahne muss mit. Fahne jetzt aber geschultert und ab zum Parque de Berlin. Fanmeile FCB. Paula und Sarah wuenschen und noch viel Glueck. Die Bayernfans werden immer mehr und sammeln sich auf der Strasse Richtung Estadio San Bernabeu. Ein herrliches Bild, wie sich die rot-weisse Menschenmenge Richtung Stadion bewegt. Super. Das Stadion taucht langsam auf der rechten Seite auf, beeindruckend. Ein super Stadion. Noch schnell ein paar Schnappschuesse (Fotos folgen natuerlich noch) mit Fanclubfahne und Estadio im Hintergrund gemacht und ab ins Getuemmel.

Es ist jetzt kurz vor 19 Uhr als wir direkt am Stadion angelangt sind. Kurz durch die Sicherheitskontrolle und ab auf die Plaetze.

Stadionatmosphaere aufnehmen.

WOW!!!
Was fuer geile Plaetze. Das Tor ist zum Greifen nahe, ich kann die Spieler fast beruehren. Zumindest wirkt es so. Irr. Die beiden Fankurven sind schon prall gefuellt. Was fuer eine geile Stimmung.

Ich schreibe mms in die Heimat und schicke meine „Sicht“ des Spielfeldes nach Hause. Auch dort sollen sie dieses Gefuehl mit mir teilen. Der Mordl ist extremst begeistert.

Abwechselnd werden Fangesaenge angestimmt. Inter. Bayern. Inter. Bayern. Es ist jetzt schon ein richtig geiles Erlebnis. Ein Fussballfest. Gaensehautstimmung. Super! Einmalig.

Riesenjubel in der Interkurve. Die Spieler betreten in „zivil“ den Rasen. Nur wenige Minuten spaeter kommt der Star der Bayern auf den Rasen „Arjen Robben“ wird frenetisch angefeuert. Er begruesst uns, er begruesst das Stadion, er begruesst den Rasen, er gibt dem gruenen Untergrund ein Kuesschen. Er kennt den Untergrund. Heute will er in diesem Stadion Geschichte schreiben.

Wieder beginnt der Wettstreit der Fangesaenge. Die Stimmung wird von Minute zu Minute besser. Also noch besser geht „normalerweise“ nicht, sowas geiles! Ein Traum, super. Allein das war die Reise schon wert.

Kurz nach 20 Uhr kommen die italienischen Keeper raus, eine Mischung aus Jubel und Pfeifkonzert im Stadion. Mein Eindruck, es sind etwas mehr Interisti im Stadion. Spaeter wird das aber keine Rolle spielen.

Butt, Butt, Butt, Butt, Butt, Butt, Butt … 20.000 Bayernfans feiern 3 Minuten spaeter Hans-Joerg Butt lautstark an.

Weitere 5 Minuten spaeter brandet Riesenjubel im Stadion auf – die Bayernspieler betreten das Gruen. Die Spieler machen sich konzentriert warm. Wie immer. Ich achte ueberhaupt nicht auf Inter. Bin immer noch fasziniert von unseren Plaetzen. So nah. Wunderbar.

Die Spieler gehen zurueck in die Kabinen, die Vorbereitung auf die Eroeffnungsfeier beginnt. Flamencotaenzerinnen. Schoen anzuschauen. Hinter mir schreit einer „das hat doch mit Fussball nichts zu tun“. Ok, im Prinzip hat er recht, aber dieses Spiel, dieses Ereignis hat einfach einen solchen Rahmen verdient und ich finds klasse. Fuer mich gehoert sowas bei einem Finale einfach dazu. Ich freu mich jetzt schon auf die Schuhplattler und Goaslschnalzer in 2 Jahren, wenn das Endspiel in der Allianzarena stattfindet.

Die Choeres der beiden Mannschaften. Respekt Inter.


Zwar haperte die Durchfuehrung anfangs etwas und auch die Art und Weise ist etwas anders als unsere Choreos, aber das hat schon gut ausgesehen. Unsere hab ich leider bis jetzt noch nicht sehen koennen, aber ich denke dass sie gut war. 🙂

Das Spiel beginnt.

Und schon nach 15 Sekunden bekomme ich fast einen Herzinfakt. Milito ist nach gefuehlten 10 muesekunden vom Anstosspunkt weg bei uns im Strafraum und van Buyten rutscht halb aus. Es dauert ein bisschen bis ich mich an die Naehe zum Spielfeld und die Bayern sich an das Finale gewoehnt haben.

Die Begegnung koennte nicht treffender lauten:

FC Bayern, mit 4 Spielern aus der eigenen Jugend in der Startelf.

gegen

FC Internazionale mit keinem einzigen Italiener unter den ersten Elf.

Da treffen nicht nur im Spielsystem, sondern auch von der Vereinsphilosophie zwei voellig verschiedene Teams aufeinander.

Die jungen Bayernspieler finden langsam ins Spiel und nach der anfaenglichen Ueberlegenheit der Mailaender entwickelt sich ein ausgeglichenes Spiel. Bayern ist darauf bedacht sein kontrolliertes Spiel aufzuziehen und Inter irgendwann mal auf dem falschen Fuss zu erwischen. Olic hat die erste Gelegenheit.

Inter steht hinten superkompakt, Eto‘ o und Pandev machen zusaetzlich die Fluegel dicht. Schwer. Fast kein Durchkommen. Nach vorne laeuft bei Inter fast alles ueber Snyder. Ein wunderbarer Fussballer. Und Kaempfer. Was der gestern gelaufen ist. Als 10er. Nach hinten. Stark. Sehr ballsicher und technisch unglaublich stark. Inter nach vorne immer gefaehrlich. Ok, ich sitz viel naeher als sonst am Spielfeld, deshalb kommt mir wohl auch jede Aktion gefaehrlicher vor. Aber das hat mir schon gefallen.

Bayern einen Tick zu kontrolliert. Es fehlt ein bisschen der Mut. Altintop, Schweinsteiger, Mueller und van Bommel haben aus gut 20-25 Metern Chancen um auf’s Tor zu schiessen, aber es kommt immer wieder der Querpass. Schade, da haette ich mir mehr Mut gewuenscht.

Langer Ball nach vorne. Ballannahme, Ballablage, Pass in die Gasse, verzoegerter Schuss – Tor. Perfekt gespielt von Milito und Snyder. 0:1.
Die Interkurve rastet aus.

Zurecht.

Kurz vor der Halbzeit die Megachance fuer Inter zum 2:0. Butt haelt stark.

Bayern bemueht, aber sie kommen nicht richtig durch. Van Bommel in der 45. Minute endlich mal mit einem Schuss aus 20 Metern. Vorbei. Knapp.

Halbzeit.

In der Halbzeit habe ich endlich Zeit die Bayernfahne in Stellung zu bringen. Vor dem Spiel war es durch die Choreo nicht moeglich und hinten durfte ich sie nicht aufhaengen. Sie haengt endlich. Da aber alle stehen wird man sie wohl nicht gesehen haben, aber der gute Wille zaehlt. 🙂

Bayern hat Anstoss. Rumms – Mueller schon vor dem Tor. Wunderbar von Altintop freigespielt kommt er nicht mehr anders hin als eben so graetschend. Cesar’s Fuesse verhindern das 1:1. Ein Minilupfer haette genuegt und der Ausgleich waere da gewesen.

Dafuer nur 2 Minuten spaeter auf der anderen Seite, wieder Butt mit einer Weltklasseparade gegen Pandev. Hui.

Bayern wird besser und dominiert das Spiel. Chancen durch Altintop und einen herrlichen Schlenzer von Robben, aber die eine, die zwingende Chance spielen wir uns nicht heraus. Aber es ist nur noch eine Frage der Zeit und Bayern macht den Ausgleich. Ich glaube fest dran.

Inter eiskalt.
Eto’o auf Milito, der tanzt van Buyten aus. Langes Eck – 2:0. 70. Minute alles aus. Gegen dieses Bollwerk schaffen wir in 20 Minuten keine 2 Tore mehr.

Anders als beim Sekundentod von Barcelona gegen ManU hat man jetzt gute 20 Minuten Zeit sich auf die Niederlage vorzubereiten. Die Stimmung ist natuerlich erstmal gedrueckt, aber nur fuer eine Minute. Ich muss echt sagen, ich habe schon lange nicht mehr so ein intensives Fanerlebnis gehabt. Klar ManU (2-1 Olic) oder Lyon waren in dieser CL-Saison super von der Stimmung, aber hier 90 Minuten stehen und immer und immer wieder mitsingen und mitklatschen. Keine Pause. Voll durch. Alle sind dabei. Alle machen mit. Fantastisch. Eine super Stimmung, trotz 0:2. Kim kann wohl 3 Tage nicht mehr sprechen. 🙂

Die Spieler merken auch, dass es nichts mehr wird heute. Es schleichen sich Fehlpaesse ein, Inter schindet noch ca. 5 Minuten raus.

Dann der Schlusspfiff.

Schwarz und Blau flippt aus. Bei uns ein kurzes Durchatmen, dann riesen Jubel, riesen Applaus fuer die Mannschaft und auch fuer uns. Die Mannschaft kommt zu uns und wird gefeiert und beklatscht.

Sprechchoere. Wunderbar.

Diese Saison war einfach zu schoen, um jetzt den Kopf haengen zu lassen.

Die Spieler sind traurig. Klar. Aber auch irgendwie ueberrascht. Sie koennen glaub ich nicht begreifen was hier gerade passiert. Bayern hat das CL-Finale eben verdientermassen mit 0:2 gegen Inter verloren, die Spieler stehen mit haengenden Koepfen auf dem Rasen und 20.000 Bayernfans schreien sich die Lunge aus dem Hals und klatschen sich die Haende wund. Irr.

Ribery kommt. Ein Jubelorkan.

Ribery, Ribery, Ribery, Ribery, Ribery, Ribery, Ribery, …

Er fasst sich an den Kopf, er ist traurig einerseits und positiv sprachlos andererseits.

Wer sind diese Menschen? Wer sind diese Fans, die nach einer Niederlage ihre Mannschaft so geil feiern und die Leistung und das Auftreten so honorieren. Einfach GENIAL!!!

Zu dem Zeitpunkt wusste im Stadion noch keiner, dass er bereits bis 2015 verlaengert hat. Super. Er wusste jetzt endgueltig – „das war die absolut richtige Entscheidung“.

Und wenn ich heute am Tag nach dem Finale so ein paar Nachrichten und sms aus der Heimat aufschnappe, dann waren es nicht nur die 20.000 Fans gestern im Stadion, sondern ganz Muenchen, ganz Bayern, ganz Deutschland ist begeistert und jubelt den Bayern zu.

Zurueck ins Stadion.

Die Interisti feiern den Titel. Zurecht. Zwar nicht immer schoen, aber eben effektiv. Wer Chelsea und Barca rauswirft und uns so vom Tor weghaelt und vorne so gnadenlos ist, der ist verdient Campioni.

Herzlichen Glueckwunsch an Inter.

Milito ist der „man-of-the-match“. Logo, bei 2:0 und 2 Toren. Applaus aus der Bayernkurve. Fair. Aber es wird spaeter noch viel … naja, wartet ab.

Dann beginnt so eine Phase, wo es mir die Traenen in die Augen drueckt. Die Mannschaft kommt nach der Ueberreichung der Silbermedaillen nochmal zu uns. Jubel, Applaus, Jubel, Fangesaenge. Hier steht eine Einheit. Die Mannschaft, die Fans, der gesamte Klub. Super. Selten bis eigentlich noch nie soetwas Geiles nach einer Niederlage erlebt.

Und die Sache wir immer besser.

Eto’o kommt.

Zu uns.
Erst zoegerlich, dann beherzt. Warmer Applaus fuer Eto’o. Er wirkt etwas ratlos und erstaunt. Was ist denn hier los? Die haben gerade das Finale verloren und applaudieren mir als gegnerischem Spieler zu. Ein Bayernschal fliegt auf’s Feld. Eto’o nimmt ihn, jubelt uns zu, haengt sich den Schal um. Irgendwie beeindruckend.

Milito kommt.
Standing ovations. Von uns. Fuer ihn. Er ist begeistert von uns. Winkt uns zu und applaudiert zurueck. Fairer Sportsmann.

Aber jetzt kommts.

Also er.
Mit seinen Kindern.
Und nicht wenige hatten jetzt Traenen in den Augen.

Lucio.

Standing ovations. Lucio-Sprechchoere. Immer und immer wieder. Es wird laut, sehr laut. Lucio bekommt ebenfalls einen Schal zugeworfen. Er kuesst das Bayernwappen. Hebt wie Eto’o und Milito immer wieder den „Daumen-nach-oben“ in unsere Richtung. Er bleibt lange bei uns. Laesst sich feiern und feiert uns. Eine wunderbare Geschichte.

Lucio, Lucio, Lucio, Lucio.

Er wurde ja vor Saisonbeginn quasi ueber Nacht verkauft. Ohne Abschied.

Er hat Trauenen in den Augen. Er wirft uns Kuesschen zu. Alles sehr emotional. Es geht unter die Haut. Ein Wahnsinn.

Die Interisit feiern, aber das Stadion leert sich langsam. Wir bleiben. Und bleiben. Jetzt ist der Moment der Stille gekommen. Oefix und ich sitzen ca. noch 45 Minuten auf unseren Plaetzen und beoachten, wie sich das Stadion immer mehr leert. Keiner spricht ein Wort.

Wir machen noch ein Erinnerungsfoto mit der Fanclubfahne.

Jetzt kommen langsam die Polizisten und raeumen das Stadion.

Wir gehen.

Erst ein bisschen ziellos, eigentlich Richtung Heimat. Von Sepp, Alenko und Peter haben wir seit gestern nichts mehr gehoert (ausser sms, dass sie schon im Stadion sind – halt und einen Anruf vom Sepp 🙂 ). Ich rufe den Huebi an. Die anderen sitzen schoen draussen und trinken Cervezas. Wir sollen noch kommen. Fussmarsch ca. 25 Minuten. Kein Problem fuer uns, soviel wie wir in den letzten Tagen zufuss gegangen sind. 🙂

Die Stimmung vor dem Stadion ist entspannt. Bayern- und Interfans klatschen sich ab und gratulieren sich gegenseitig. Alles fair. Alles ist gut. Schoen so.

Entweder sind alle Interfans schon wieder zu Hause, oder sie freuen sich im Stillen. Verglichen mit 1999 in Barcelona, als die „schwammschaedligen“ Englaender mit ihren Stiernacken und Tatoos die „Rambla“ auseinandergeschrien haben. (Und das noch bis Samstag – Finale war an einem Mittwoch!). Inter feiert irgendwie anders. Wohl im Stillen. Oder sie fahren alle schon wieder nach Mailand zurueck. 🙂

Egal. Ist mir sogar recht, denn es schmerzt schon ein bisschen. Die Niederlage. Wenn man so nah dran ist. Am Triple.
Aber was solls, das Erlebnis an sich war wunderbar. Der Urlaub war wunderbar. Tolles Wetter. Ich habe die Stadt und die Menschen schaetzen und naja lieben gelernt waere uebertrieben, aber ich finde sie nett. Echt. Der Madrilene an sich tut sich zwar mit englisch ein bisschen schwer :), aber er/sie ist hilfsbereit. Wir haben viel erkundet und der Abend mit Peter, Sepp, Alenko usw. war superlustig. Der naechste Tag mit Huebi, Kim, Andi und Tobi (Manu kam erst spaeter dazu) war total geil.

Ach, es hat sich gelohnt. Auch die tiefe Tasche, die dafuer noetig war um hinein zu langen.

Eigentlich fehlt uns, bzw. Oefix nur noch eines (neben dem Triple) … jetzt darf ich es schreiben. 😉

Am Tag/Abend/Nacht mit Peter, Alenko und Sepp hat der Oefix seinen Fotoapparat verloren/verlegt. Mehr dazu gleich.

Wir treffen bei den anderen ein. Wir trinken noch bis halb 3 Cervezas. Langsam aber sicher werden wir alle müde,

wir fahren mit dem Taxi heim. U-Bahn faehrt keine mehr. Es ist kurz vor 3 und wir sind am Hotel angekommen. 7 Euro – guenstig. Zufuss waerens mit Stadtfuehrer 2,5 Kilometer gewesen, wir hatten keinen dabei. Deshalb das Taxi. Obwohl ich ja eigentlich bei sowas knauserig bin. 🙂

Ok, wir sind am Hotel. Oefix moechte gleich die letzte Chance auf seinen (Franz‘) Fotoapparat wahrnehmen. Ich also wieder Pathfinder. Wir gehen zu dem Club. Wie gross kann die Chance sein, dass er a.) da vergessen wurde (ca. 1:5) und b.) warum sollte er noch da sein.

Oefix geht rein. Es dauert. Ich bin draussen geblieben.

Die Tuer geht auf und ein strahlender Oefix kommt mir entgegen. Er hat einen (seinen?) Fotoapparat in der Hand. Super, wenigstens ist der wieder da.

Er macht ihn an. Alles auf spanisch. Das ganze Display auf spanisch. Schock.

Er schaut die Fotos an. Ein Kuehlschrank voll mit Getraenken. „Wann habe ich dieses Foto gemacht denkt er sich?“

Naechstes Foto. Eine Tastatur mit Maus im Hintergrund. Jetzt wirds ihm suspekt. Das ist nicht seine Kamera.

Naechstes Foto. Ein grinsender Spanier an einem Schreibtisch.

Wem gehoert diese Kamera?

Naechstes Foto … aaaaah … Oefix ist drauf.

Saulustig.

Es stellt sich heraus, dass der Oefix die Kamera dort liegen gelassen hat und der Wirt hat sie „verwahrt“. Einfach gleich mal auf spanisch umgestellt, gleich den Kuehlschrankbestand fotografiert, sich selbst fotografieren lassen und gleich einen Anhaenger an die Kamera monitert.

Saulustig.

Aber.

Und dafuer finde ich die Madrelenen so nett. Er hat sie wieder rausgerueckt. Es waere fuer ihn ja ein Leichtes gewesen einfach „no“ zu sagen. Der Oefix waere traurig (auch wegen der tollen Fotos, aber hauptsaechlich wegen der Kamera) gewesen und der Urlaub waere fuer ihn bestimmt nicht so toll verlaufen wie er es jetzt ist, da er die Kamera wieder hat.

Muchas Gracias Madrid!

Wir gehen trotz Finalniederlage gut gelaunt ins Bett. Wir haben uns heute fantechnisch fantastisch verkauft und uns als Einheit praesentiert. Spieler, Funktionaere und Fans. Geil.

Und Oefix’s (Franz‘) Fotoapparat ist auch wieder da.

Morgen dann mehr zum „Tag nach dem Finale„.
Um 8:00 Uhr geht unser Flieger ueber Barcelona zureuck nach Muenchen.

Der vierte Tag in Madrid
Hey … ich kann wieder „ä“, „ü“, „ö“ und „ß“ schreiben und die Buchstaben „z“ und „y“ sind auch endlich wieder an ihrem Platz. 😉

Nach dem verlorenen Championsleaguefinale schlafen wir (ich) etwas länger.

Öfix macht sich gegen 10:30 Uhr auf zur „Cafeteria Prospe“ um dort seinen morgendlichen Kaffee einzunehmen. Ich dusche mich noch -übrigens war das Wasser 4 Tage lang saukalt- und gehe ihm nach einer guten halben Stunde nach.

Heute war die Cafeteria leider nicht offen. Schade.

Hübi hat mir bereits geschrieben, dass sie sich im Park Retiro erholen. Ab in die U-Bahn, neues 2-Tagesticket füer 8,80 Euro gekauft und auf zum Park Retiro.

Am Park angekommen rufe ich den Hübi an, wo sie denn genau sind.
Das Gespräch war superlustig und ist in etwa wie folgt abgelaufen:

„Einfach in den Park reingehen, dann kommt ein großes B“ – sagt mir der Hübi.

Ich: „Was ein großes B wie Berta?“

Hübi: „Nein C“

Ich: „Aaaah, also ein C wie Cäsar?“

Hübi: „Nein ein See“

Ich: „Ach ein See, wie Ammersee?“

Hübi: „Ja genau – endlich …“

Wir haben uns kaputt gelacht. 🙂

Wir gehen um den künstlich angelegten See herum, auf dem See rudern ca. 100 Boote und spielen „Wasser-Autoscooter“. Der Madrilene an sich kann nicht rudern.

Wir sehen neben dem großen Monument die Jungs.

Kim pennt und schont seine Stimme.
Andi, Tobi und Hübi sind da. Manu ist noch mit seinem Vermieter unterwegs.

Als er später kommt, erzählt er uns, dass er für den Stierkampf am Freitag Karten hatte, aber nicht hingegangen ist. Wow, was für ein ekliges Bild.

Hübi hatte uns vorher schon ein paar Cervezas geholt , langsam bekommen wir Hunger.

Noch schnell die Sehenswürdigkeiten fotografiert:

Wir packens – Hunger! Auf dem Weg Richtung Tapasbar machen wir in einer Metzgerei halt. Hunger! Bocadilla de Jamon – der Schicken schmeckt soooo geil!!!

Manu kennt sich ja bestens aus und wir landen letztendlich in einer Tapasbar. Sehr gemütlich, sehr rustikal. Wir bestellen allerlei leckere Sachen (Fotos folgen) und diskutieren noch über das gestrige Spiel und die Megastimmung.

Tobis Handy klingelt, es ist seine Freundin, die ihm durchgibt, dass Ribéry eben auf dem Rathausbalkon seine Vertragsverlängerung bis 2015 bekannt gegeben hat. Super!

Darauf gleich noch mal so ein kleines paniertes Fischlein … 🙂

Manu verabschiedet sich von uns, der hat die Tage woanders übernachtet.

Wir begleiten die Jungs noch in ihr Hostel , die Taschen sind gepackt. Zeit Abschied zu nehmen.
War ein äußerst gelungener Ausflug mit viel Spaß, jeder Menge Fussball und Stimmung und viel Lachen.

Super. Wiederholung folgt spätestens 2011 in London. 🙂

Ich sitze mit dem Öfix noch 1 1/2 Stunden im Hostel und schreibe das erste Drittel des gestrigen Finalberichts. Die Zeit drängt, alle 30 Minuten wird die Internetverbindung unterbrochen.

Wir treten den Heimweg an, wir schauen spanisches Fernsehen. Ich gehe runter an die Rezeption und schreibe den Finalbericht fertig. Mittlerweile ist es kurz nach 23 Uhr.

Im Zimmer angekommen schauen wir uns den zweiten spanischen Fussballstammtisch an und amüsieren uns. Man gehts da rund.

Um 0:30 Uhr gehen Licht und Fernseher aus, um 5:30 Uhr ist die Nacht schon wieder rum.
Auschecken und Heimfliegen ist angesagt.

Der letzte Tag Final Madrid
Der Pfingstmontagsschlaf endet nach nur 4 1/2 Stunden Schlaf schon um 5:30 Uhr. Wir müssen raus, denn unser Flieger nach Barcelona geht schon um 8:00 Uhr.

Die Koffer haben wir schon gestern gepackt, nur noch ein letztes Mal kalt duschen und dann gehts leider „ohne Pott“ , aber mit mächtig viel tollen Erinnerungen nach Hause.

Wie checken aus und ich erhalte tatsächlich meine Kaution für die TV-Fernbedienung wieder. Ich glaube die Dame an der Rezeption ist ebenso verwundert, dass ich ihr die Fernbedienung wieder aushändige. 🙂

Estacion Prosperidad.
Ein letztes Mal. Wir steigen in die Metro ein und treffen Manu. 😉 Saulustig. Sein Flieger geht um 7:40 Uhr, er ist spät dran. Immerhin fliegt er direkt nach München.

Wir fahren gemeinsam die ca. 20 Minuten zum Flughafen und philosophieren über die letzten Tage. Schee wars.

Am Flughafen trennen sich unsere Wege. Auf ein Neues 2011 in London, guten Flug Manu!

Check-in läuft wunderbar, wir bekommen sogar schon unser Ticket von Barcelona nach München ausgehändigt. In München war das nicht möglich.

Sicherheitskontrolle. Beim Öfix piepsts. Ich lache. 🙂

Der Flug vergeht im Flug. Ich penne gleich ein.

Ankunft in Barcelona.
Schlendern am Flughafen. Ein Bocadillo de Jamon kostet hier 5,65 Euro. Wucher. Ich kaufe mir ein Wasser, der Öfix lässts wie damals in Jesolo krachen. Er kauft sich ein Cola und ein „Schinkenbaguette“. 😉

Auf dem Weiterflug nach München machen wir eine nette Bekanntschaft mit einer hübschen 50/50 Deutsch-Spanierin, die von einem Junggesellinnenausflug in Barcelona zurück nach München fliegt. Sie wohnt seit 6 Jahren in München, davor in Barcelona. Nette Unterhaltung. 😉

Der Öfix fotografiert fleissig die Landschaft:

Der King steht schon parat und holt uns wieder ab. Auch er ist natürlich enttäuscht, dass wir das „silberne Ding“ nicht mitgebracht haben.

Er bekommt dafür was „Goldenes“ von uns:

Was bleibt vom „Final Madrid 2010“? Wir waren dabei, , es war ein super Trip und … !!!

Danke dass ihr alle mit uns gedanklich in Madrid wart, ich hoffe die Berichte und die Impressionen konnten Euch einen Einblick in diese 5 tollen Tage geben.

Adios, Zappi und Öfix

Hier die Tage im einzelnen:
Der erste Tag in Madrid
Der zweite Tag in Madrid
Der dritte Tag in Madrid
Das Finale
Der vierte Tag in Madrid
Der letzte Tag Final Madrid


SZ vom 28.08.2011

26. August, 2011; 23:18

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